Weiterbildung

Darum drücken Kinder in Stendal die Hochschulbank

Die Kinder-Uni findet dank der Corona-Lockerungen wieder auf dem Campus in Stendal statt. Auf dem Stundenplan stehen Kinderrechte und Sport in der Antike.

Von Leonie Dreier 05.07.2021, 15:11
Eva Hofstetter, Mitglied der Winckelmann-Gesellschaft, sprach mit den Schülern über Sport in der Antike. Die Acht- bis Zwölfjährigen besuchten  die Kinder-Uni im ?grünen Klassenzimmer? auf dem Campus der Hochschule in Stendal.
Eva Hofstetter, Mitglied der Winckelmann-Gesellschaft, sprach mit den Schülern über Sport in der Antike. Die Acht- bis Zwölfjährigen besuchten die Kinder-Uni im ?grünen Klassenzimmer? auf dem Campus der Hochschule in Stendal. Foto: Sabrina Welker

Stendal - Gespannt lauschten die Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren am Sonnabend den Vorträgen. Sie saßen im grünen Klassenzimmer auf dem Hochschul-Campus in Stendal und besuchten die erste Präsenzveranstaltung der Kinder-Uni seit Februar vergangenen Jahres. Die Kinder-Uni ist eine Kooperation zwischen der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Winckelmann-Gesellschaft.

Holger Peach, Kinder- und Jugendbeauftragter des Landes, berichtete den Kindern über seine Arbeit und klärte sie über ihre Rechte auf. Fragen zum Thema waren ausdrücklich erwünscht. „Eine klassische Power-Point-Präsentation wie im Hörsaal ist im grünen Klassenzimmer schwierig“, sagt Sabrina Welker, Kinder-Uni-Koordinatorin. Aus diesem Grund bekamen die Kinder eine Mappe mit der Power-Point-Präsentation.

Diese Möglichkeit nutzte auch Eva Hofstetter von der Winckelmann-Gesellschaft für ihren Vortag zum Sport in der Antike. Sie klärte unter anderem die Fragen, warum die Griechen Sport trieben, welche Sportarten es damals gab, durften Frauen und Kinder sich sportlich betätigen und woher stammt das Wissen aus der Zeit, die rund 2000 Jahre zurückliegt. Für beide Themen plante Sabrina Welker rund eine Stunde ein.

Kinder-Uni Stendal: Feeling für Hochschule und Studium erfahren

Die Kinder-Uni soll grundsätzlich die Schüler „an das Feeling der Hochschule heranführen und mit ihr vertraut machen“, erklärt die 32-jährige Mitarbeiterin des Winckelmann-Museums. Die Jungs und Mädels sollen erfahren, wie es ist zu studieren und zur Uni zu gehen. Wer acht Mal teilnimmt, bekommt eine Bachelor-Urkunde und wer 16 Mal die Kinder-Uni besucht, erhält eine Master-Urkunde. „Das ist ein Anreiz für die Kinder wiederzukommen“, begründet Sabrina Welker mit einem Lächeln. Das Projekt soll alle Kinder, auch aus nichtakademischen Elternhäusern, ansprechen und ihr Interesse wecken. Daher werden die Schulen über die Termine informiert. Im nächsten Wintersemester sind ab Oktober einmal im Monat am Sonnabend weitere Vorträge geplant.

Der nächste Termin der Kinder-Uni ist am Sonnabend, 17. Juli, von 10 bis 12 Uhr. Stephanie-Gerrit Bruer spricht über antike Tiermumien. Claudia Drehe referiert über Veränderungen der Welt. Die Teilnahme ist kostenlos. Weiter Infos gibt es unter www.winckelmann-gesellschaft.com/kinder-uni/