20. Spiel- und Sportfest für Rollstuhlfahrer und ihre Freunde

Der schönste Pokal ist die Lust aufs Wiederkommen

Von Birgit Schulze

Das 20. Spiel-und Sportfest für Behinderte und ihre Freunde in Tangerhütte hatte am Freitag mit Regen und einer improvisierten Eröffnung in der Sporthalle begonnen. Zum Ausgleich hatten 150 Sportler aus neun Bundesländern und alle weiteren Mitwirkenden bestes Wetter bei den folgenden Wettkämpfen vom Bogenschießen über die Leichtathletik bis hin zum großen Stadtparklauf.

Tangerhütte. Der Festabend zum Ausklang am Sonnabend, der gleichzeitig die Feierstunde für das Jubiläum des ausrichtenden Fördervereines "Behindertensportfest Tangerhütte" darstellte, war eine Mischung aus Ehrungen, kulturellen Höhepunkten und gemütlichem Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Sportlern, Freunden und Helfern. Mit dabei war auch Norbert Block, Präsident des Behindertensportverbandes Sachsen-Anhalt.

Der langjährige Vereinsvorsitzende, Paul Laue, wurde von seiner im März gewählten Nachfolgerin Ramona Hoppe sowie deren Stellvertreterin Ilka Görsch mit einer besonderen Aktion überrascht: Nicht nur das Maskottchen der Berliner Eisbären als Symbol der Verbundenheit zum Sport, sondern auch die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden des Fördervereines, warteten auf ihn. Paul Laue begleitet das Behindertensportfest in Tangerhütte und seine Vorläufer seit 31 Jahren. Mit einem Feuerwerk am Abend und der Auszeichnung der langjährigen Vorstandsmitglieder, darunter auch Gundel Stähr und Waltraud Gericke sowie der Auswertung der vielen verschiedenen Wettkämpfe ging es weiter. Doch auch der Auftritt der Vollmershainer Schalmeinkapelle war ein echter Höhepunkt. Es gab viele Gelegenheiten, zusammenzukommen. Vorführungen der städtischen Feuerwehr sorgten während der drei Festtage in Tangerhütte für zusätzliche Höhepunkte.

Die organisatorischen Fäden des sportlichen und kulturellen Teils, für das in Deutschland einzigartige Breitensportfest für Menschen mit und ohne Behinderung, hielten Vorstandsmitglied Petra Ewert und Ehemann Klaus-Peter in Händen. Und dabei bekamen sie auch Unterstützung aus der Familie: Tochter Stephanie Ewert war mit Partner Stefan Schlaechter und Söhnchen David eigens aus Berlin angereist, um als Helfer mit dabei zu sein.

Rund 20 organisatorische Helfer und noch einmal soviele Kampfrichter waren von Donnerstag bis Sonntag im Einsatz, um das Sportfest wieder zu einem tollen Erfolg werden zu lassen und das würdigte auch Bernd Völkel, der als Betreuer mit drei Jugendlichen und zwei ehemaligen Schülern des Berufsbildungswerkes Dresden gekommen war: "Der schönste Pokal ist doch der, dass man Lust hat, wiederzukommen!"