Vier TdA-Schauspieler begleiten Intendant Dirk Löschner an die Ostseeküste, einer geht eigene Wege

Diese fünf spielen bald auf anderen Bühnen

30.05.2012, 03:23

Stendal (nk) l Der Abschied naht - für Intendant Dirk Löschner vom Theater der Altmark und für Stendals Publikum von einigen Schauspielern des Ensembles. Denn wenn die neue Spielzeit nach der Sommerpause beginnt, dann werden einige der bekannten Gesichter der TdA-Bühne fehlen.

Mit Dirk Löschner verlassen drei Frauen und ein Mann die Altmark Richtung Ostseeküste: Frederike Duggen, Susanne Kreckel, Claudia Lüftenegger und Sören Ergang.

Frederike Duggen (1981 in Hamburg geboren) erzielte großen Erfolg als Margarete im Stück "Faust I", was sich in äußerst positiven Kritiken und Rezensionen widerspiegelte. Sie wurde 2010 mit dem Theaterpreis des Theaterfördervereins ausgezeichnet.

Susanne Kreckel (Jahrgang 1980) hatte vor ihrem TdA-Job Engagemets an Theatern in Witten, Kathmandu, Bremen und Berlin (Tisch Theater) sowie verschiedene Filmrollen. In Stendal trat sie in eigener Regie als "Meerjungfrau" auf und war aktuell in "Thelma und Louise" zu erleben.

Claudia Lüftenegger (1976 in Nürnberg geboren) war nach einem Engagement in Singen mehrjähriges Ensemblemitglied an der Landesbühne Sachsen-Anhalt in Lutherstadt Eisleben. Mit Beginn der Spielzeit 2009/2010 wechselte sie an das TdA Stendal, brillierte hier unter anderem in "Heute Abend: Lola Blau". 2011 bekam sie den Theaterpreis.

Sören Ergang (1979 in Berlin geboren) hat so manches Kind zum Lachen gebracht, spielte in "Die Wanze" und "Prinz Pommes", überzeugte aber auch Erwachsene in "Der Held der westlichen Welt" und "Der nackte Wahnsinn". In dieser Spielzeit war er unter anderem in "Nach dem Ende" auf der TdA-Bühne zu sehen.

Am liebsten, so Löschner, hätte er natürlich alle Schauspieler mitgenommen, aber so viele Vakanzen gebe es an der künftigen Wirkungsstätte nun auch wieder nicht. Und schließlich wolle er Stendal ja nicht alle bekannten Bühnengesichter wegnehmen.

Auch André Vetters aus Berlin wird künftig im Stendaler Programm fehlen. Der "Volksfeind" und "Macbeth" schließt sich allerdings nicht dem Löschner-Tross an, sondern geht eigene Wege. Welche genau, das ist noch Theatergeheimnis.

Ab heute kein Geheimnis mehr hingegen ist die neue Spielzeit am TdA. Der künftige Intendant Alexander Netschajew wird sie heute der Presse vorstellen. Und vielleicht erfährt man dann ja auch schon, welche Schauspieler er "im Gepäck" hat.