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Justiz Steuerprozess gegen Rechtsextremisten beginnt

Die Tatvorwürfe beziehen sich auf das Jahr 2017, doch erst jetzt muss sich ein bekannter Thüringer Rechtsextremist vor Gericht verantworten. Es geht um Steuerhinterziehung im sechsstelligen Bereich.

Von dpa 09.01.2026, 03:30
Am Amtsgericht Meiningen soll ein Steuerstrafverfahren gegen den Rechtsextremisten Tommy Frenck beginnen. (Archivbild)
Am Amtsgericht Meiningen soll ein Steuerstrafverfahren gegen den Rechtsextremisten Tommy Frenck beginnen. (Archivbild) Martin Schutt/dpa

Meiningen - Nach langem juristischen Hin und Her beginnt am Freitag (8.30 Uhr) vor dem Amtsgericht Meiningen das Steuerstrafverfahren gegen den Thüringer Rechtsextremisten Tommy Frenck. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wirft ihm vor, Steuern in beträchtlicher Höhe hinterzogen zu haben.

Er soll für das Jahr 2017 etwa 141.000 Euro an eigentlich fälligen Steuern nicht abgeführt haben. Dabei gehe es sowohl um Umsatzsteuer- als auch um Gewerbesteuerzahlungen, die der Mann den Ermittlungen nach „verkürzt“ haben soll, hieß es in der Vergangenheit von der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ist auf die Verfolgung schwerer Wirtschaftskriminalität spezialisiert.

Frenck bestreitet Vorwürfe

Frenck weist die Vorwürfe zurück. „Der Prozess findet augenscheinlich nur aus politischen Gründen statt“, teilte er der Deutschen Presse-Agentur vor Prozessbeginn mit. Frenck gilt als wichtige Figur der rechtsextremen Szene nicht nur in Thüringen, sondern auch bundesweit. Bislang sind vier Verhandlungstage angesetzt.