Corona

Digitaler Impfpass in Stendal bei fast allen Apotheken verfügbar

Mit Abholschein oder direkt per Ausdruck: In Stendal gibt es nun den digitalen Impfpass – oder den vielmehr dafür benötigten QR-Code. Die Bestellung dauert nur wenige Minuten.

Von Mike Kahnert
Annette Lange von der Altmark-Apotheke in Stendal gibt die nötigen Daten für den digitalen Impfpass ein.
Annette Lange von der Altmark-Apotheke in Stendal gibt die nötigen Daten für den digitalen Impfpass ein. Foto: Mike Kahnert

Stendal - Der digitale Impfpass ist in Stendal angekommen. Und die Technik dahinter funktioniert. Im Selbstversuch hat die Volksstimme getestet, wie einfach oder schwierig es ist, sich diese „Eintrittskarte“ für Gastronomie und Freizeitangebote zu besorgen.

Für den digitalen Impfpass werden Ausweis und Impfbuch benötigt. Es genügt auch ein anderes gültiges Ausweisdokument, wie der Reisepass. Wer kein Impfbuch besitzt, kann stattdessen den Nachweis vom Impfzentrum oder Hausarzt vorzeigen.

Annette Lange von der Altmark-Apotheke in Stendal zeigt, wie gering der Aufwand für den digitalen Impfpass ist. Sie gleicht kurz die Daten auf dem Personalausweis mit denen auf dem Impfbuch ab und trägt dann fix alles in ihren Computer ein. Name, Geburtsdatum und alle Infos rund um die Impfung. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so gut klappt“, sagt sie. Die Apothekerin spricht von der Technik. Nur in den Morgenstunden, war das Programm für kurze Zeit zu aktivieren. Verständlich, wenn Tausende Apotheken im Land gleichzeitig darauf zugreifen wollen. Doch kurz vor der Mittagszeit funktioniert alles reibungsfrei.

Impfnachweis in Form eines QR-Codes

Nach der Eingabe der Daten kommt das Dokument mit dem nötigen QR-Code aus dem Drucker an der extra für den Impfpass eingerichteten Kasse. Was bleibt, ist das wirre schwarze-weiße Symbol mithilfe der CovPass-App einzuscannen, und im nächsten Moment bestätigt das Handy die Eingabe, dem ein QR-Code auf dem Bildschirm erscheint. Das ist der Nachweis für den eigenen Impfstatus. Er ist entweder dunkelblau umrahmt – heißt, es besteht ein voller Impfschutz – oder hellblau, falls erst eine Impfung erfolgt ist.

Eine vollständige Impfung (links) unterscheidet sich in der CovPass-App farblich von einer unvollständigen Impfung.
Eine vollständige Impfung (links) unterscheidet sich in der CovPass-App farblich von einer unvollständigen Impfung.
Foto: Mike Kahnert

Und wen Wörter wie QR-Code und CovPass-App abschrecken, der könne sich von der Familie helfen lassen. Deshalb bevorzugt Annette Lange den Ausdruck des QR-Codes. „Lassen Sie das zu Hause in aller Ruhe von ihren Kindern oder Enkeln einscannen“, empfiehlt die Apothekerin.

Der Ansturm auf den digitalen Impfpass ist in der Altmark-Apotheke bis zur Mittagszeit noch ausgeblieben, sagt Annette Lange. 17 Pässe hat sie bis kurz vor 12 Uhr ausgestellt.

Roland Apotheke in Stendal bietet Abholsystem

Anders war es in der Roland Apotheke. Inhaber Christoph Schäfer spricht von rund 100 digitalen Impfpässen, die bis Mittag bei ihm und seinem Team bestellt wurden. „Es ist gut angelaufen“, sagt er und zeigt sich zufrieden. Wer sich in der Roland Apotheke einen digitalen Impfpass besorgen möchte, erhält einen Abholschein. Morgens wird das Impfbuch abgegeben und nachmittags kann der QR-Code abgeholt werden, erklärt Christoph Schäfer.

Die Löwen und Adler Apotheke sowie die Apotheke am Stadtsee bieten ebenfalls den digitalen Impfpass an. Die Winckelmann-Apotheke ist noch nicht so weit. Die technischen Voraussetzungen fehlen bisher, sagt eine Mitarbeiterin auf Nachfrage. Ab nächster Woche soll die Bestellung eines digitalen Impfpasses auch dort möglich sein.