Stendal l Von einem ist Kay Timm, Direktor des Stendaler Amtsgerichtes, überzeugt: „Wer anderen hilft, tut immer auch sich selbst etwas Gutes.“ In diesem Sinne scheinen alle Ehrenamtlichen „von einem inneren Funken beseelt zu sein“, sagte er gestern Nachmittag im Kleinen Haus des Theaters der Altmark, wo er auch im Namen von Landrat Carsten Wulfänger und Stendals OB-Stellvertreter Axel Kleefeldt (beide CDU) rund 100 Ehrenamtliche zur gemeinsamen Veranstaltung begrüßte.

Ein Tag wie der für das Ehrenamt sei angetan, „den Funken an andere heranzutragen“, sagte Kay Timm und fügte hinzu: Das schönste am Ehrenamt sei „der bleibende, sinnstiftende Effekt“, seien die Früchte aus der Saat, die mit ehrenamtlichem Engagement gesät werden.

Respekt und Anerkennung

Haide Sonnenberg, Vizepräsidentin des Landgerichtes Stendal, bedankte sich bei den Ehrenamtlichen für die Zeit und das Herzblut, das sie investieren. „Jede ehrenamtliche Tätigkeit ist wichtig und verdient Respekt und Anerkennung. Sie und Ihr Engagement sind für die Gesellschaft unverzichtbar.“ Den Dank verband sie mit der Bitte an die Männer und Frauen, auch in Zukunft in ihrem Engagement nicht nachzulassen.

„Ich bin stolz auf eine Bürgerschaft, die sich in einem solchen Maße ehrenamtlich engagiert“, sagte Landrat Carsten Wulfänger. In der aktuellen Flüchtlingssituation habe ihn die enorme Hilfsbereitschaft der Menschen im Landkreis beeindruckt. „Die Demokratie lebt davon, dass die Menschen die Gesellschaft mitgestalten. Halten Sie Ihrem Ehrenamt die Treue und werben Sie neue Ehrenamtliche“, lud der Landrat ein, der sich wie nach ihm Axel Kleefeldt auch bei den Angehörigen für deren Verständnis bedankte.

Kitt für die Gesellschaft

Wie kann man Ehrenamtlichen danken? „Mit Zeit“, beantwortete Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) ihre Frage, aber auch damit, dass entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, Stichworte Fahrtkosten-Erstattung und Versicherungsschutz. Nicht nur bei Veranstaltungen wie gestern, sondern „bei jeder Gelegenheit müssen wir unsere Wertschätzung für die Ehrenamtlichen zum Ausdruck bringen“, so die Ministerin. Das Ehrenamt sei „der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, sei gelebte Solidarität und Nächstenliebe, sagte sie und ehrte mit den anderen Gastgebern die Ehrenamtlichen mit Urkunden und Blumen. Zuvor hatte das Theater der Altmark mit Ausschnitten aus dem Weihnachtsprogramm „Oh du frö-hö-liche...!“ unterhalten.