Stendal l Ein 19-jähriger Stendaler hat am Donnerstagmorgen kurz vor 8 Uhr an der Stadtseeallee mit seinem Pkw Ford einen Unfall verursacht. Bei teilweise winterlichen Bedingungen befuhr er laut Polizeibericht zu schnell die Stadtseeallee und hatte die Absicht, in die Erich-Weinert-Straße abzubiegen. Die Scheiben des Pkw waren zum Unfallzeitpunkt noch nahezu zugefroren. An der Einmündung verschätzte sich dann junge Mann, fuhr über den Bordstein und stieß mit voller Wucht gegen die Lichtzeichenanlage. Am Auto und an der Ampel entstand erheblicher Sachschaden.

Mehrere Ampelausfälle in Stendal

Durch den Unfall war die Signalanlage im Stadtteil Stadtsee tagsüber ausgefallen und kein Einzelfall an diesem Donnerstag in Stendal. Leser meldeten weitere Defekte, die scheinbar aber nicht in Zusammenhang mit der demolierten Signalanlage im Stadtsee standen.

Die Ampelanlage an der Kreuzung Arnimer Straße/Rathenower Straße wurde bewusst abgeschaltet, weil einige Meter weiter im Bereich Ostwall/Einmündung Stavenstraße eine Baustellenampel aufgestellt werden musste. "Die Abschlatung war notwendig", so Rathaussprecher Philipp Krüger, "um Rückstaus zu verhindern." Denn die Schaltungen beider  Ampeln konnten nicht gekoppelt beziehungsweise aufeinander abgestimmt werden. Die Abschaltung sollte seines Wissens nur einen Tag andauern.

Technische Ausbesserung

Warum die Ampeln im Kreuzungsbereich Schützenplatz ausgeschaltet waren, lässt sich im Zusammenhang mit technischen Ausbesserungsarbeiten vermuten, die augenscheinlich durch Facharbeiter vorgenommen wurden. Die Anlagen liegen in der Verantwortung des Landesbaubetriebes, die Volksstimme-Anfrage dort blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Die Stadtwerke Stendal informierten auf Nachfrage, dass im Unternehmen kein durch Stromausfall bedingter Defekt an Signalanlagen bekannt sei.