Bölsdorf l „Es ist schon mächtig voll“, sagt Marc Kunde vom Vorstand des organisierenden Vereins Modellflugclub (MFC) „Albatros“. An den Versorgungsständen bilden sich eine Stunde vor Mittag lange Schlangen, der Parkplatz ist schon zu mehr als der Hälfte belegt.

All diese Menschen, meist Familien, hin und wieder auch Männergruppen, wollen den arbeitsfreien Himmelfahrtstag hier verbringen – haben Picknickdecke oder Klappstühle dabei, auch an Sonnencreme haben einige gedacht.

65 Teilnehmer

Für Unterhaltung hat das MFC-Team reichlich gesorgt. „Wir haben 65 Teilnehmer, die natürlich mehrmals mit ihren Modellen zeigen werden, was sie können“, berichtet Marc Kunde. Der recht windige Tag sei eher ein Problem für die Leichtmodelle. Doch mit Motor und etwas Erfahrung sei das in den Griff zu bekommen, verrät ein anderer Vereinskollege.

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Aus ganz Deutschland sind die Teilnehmer angereist, kommen aus der Region südlich von Freiburg und auch aus Cuxhaven. Die jüngsten Starter stellt in diesem Jahr der MFC selbst. Gabriel Kunde und Hannes Euen, beide sieben Jahre alt, präsentieren dem großen Publikum ihre E-Segler. Auch einen Familienauftritt gibt es zu bestaunen. Hannes Euen und dessen Bruder Jakob (11) führen gemeinsam mit ihrem Vater Thomas ein Transall-Modell auf die Startbahn. Gezogen wird dieses gewaltige Modell von einem Lkw, den Jakob selbst aus einem Bausatz zusammengebaut hat.

Die Vorbereitungen für die große Schau zu Himmelfahrt laufen seit vielen Jahren in geregelten Bahnen: „Ich kümmere mich um den kompletten Modellbereich“, erklärt Marc Kunde. Sein Vater Frank Kunde, Vorsitzender des Vereins, sei für all das verantwortlich, was den Besuchern rund um die Modellschau noch geboten wird – Versorgung, Kinderspaß und Händlerschaft. Einlass und Parkplatz regelt Vereinsmitglied Guido Schulze mit einer ebenfalls großen Mannschaft.

Bonbonabwürfe

Für die Bonbonabwürfe und das Startzeichen an die Kinder sind seit einigen Jahren immer die beiden Vereinsmitglieder Holger Bobke und Dieter Jacob zuständig. Kurz vor dem ersten Lauf stecken sich die beiden Männer Bonbons zu. „Das ist unser Lockmittel, damit wir die Kinder nachher wieder von der Bahn bekommen“, gibt Holger Bobke zu verstehen. Jahr für Jahr würden Kinder weinend auf der Landebahn sitzen bleiben, weil sie kein Bonbon gefunden hätten. Der Aufruf von Moderator Roland Platzke, etwas abzugeben, wenn andere nichts gefunden haben, scheint also nicht immer anzukommen.

Am Rande des Getümmels haben es sich Luisa und Frank Mesche aus Hannover mit ihren Kindern bequem gemacht, haben Picknick, Spiele und Decke dabei. Die ehemaligen Altmärker verbringen ein paar Tage in der Heimat.