Tierischer Eindringling

Fuchs wildert in Stendal im Tiergarten und tötet Perlhuhn

Ein Fuchs ist in den Stendaler Tiergarten eingedrungen und hat erheblichen Schaden angerichtet. Zudem narrte das Tier die Mitarbeiter, nachdem sie es eingefangen hatten.

Von Antonius Wollmann
Ein Fuchs hat im Tiergarten in Stendal das letzte lebende Perlhuhn erlegt.
Ein Fuchs hat im Tiergarten in Stendal das letzte lebende Perlhuhn erlegt. Foto: dpa

Stendal - Ein in der Nähe des Stendaler Stadtsees lebender Fuchs ist in den Tiergarten eingedrungen und hat dort ein Perlhuhn gerissen. Philipp Krüger, Mitarbeiter der Pressestelle der Stadtverwaltung, bestätigte einen entsprechenden Bericht des MDR.

Demnach ereignete sich der Vorfall schon am 30. Juni dieses Jahres. Weil es nicht eingesperrt war, hatte das Perlhuhn gegen den Eindringling schlechte Karten. „Es lief frei herum und verbrachte die Nächte auf einem Baum im Tiergarten“, teilt Philipp Krüger mit. Es handelte sich dabei um das letzte lebende Exemplar dieser Tierart im Stendaler Tiergarten.

Kurz danach gelang es Mitarbeitern der Einrichtung, den Fuchs einzufangen. Allzu lange hielt er sich aber nicht in der Gefangenschaft auf. „Der Fuchs hat sich in der Nacht vom 18. zum 19. Juli durch den Zaun gebissen und somit befreit“, berichtet Philipp Krüger.

Das Perlhuhn ist derweil nicht das einzige Tier, das aus dem Bestand des Tiergartens verschwunden ist. Beklagt wird auch der Verlust mehrerer Pfauenhennen. Ob dahinter auch der Fuchs steckt, ist aber unklar. Es sei genauso denkbar, dass sie einem Marder zum Opfer gefallen sind, sagt Philipp Krüger.