Tangermünde l Einmal im Jahr überrascht Apothekerin Bettina Birr Institutionen oder Vereine, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, mit einer Spende. „Zum Jahresende geben wir an unsere Kunden in beiden Apotheken von Tangermünde Wandkalender aus. Dafür erbitten wir eine Spende. Und im vergangen Jahr waren die Kunden recht großzügig.“ Das berichtete die Unternehmerin der Stadt am Mittwochnachmittag.

In ihren Händen hielt sie dabei einen großen symbolischen Scheck, den sie für die offizielle Spendenübergabe vorbereitet hatte. 600 Euro waren darauf vermerkt. „Es waren etwas mehr als 500 Euro zusammengekommen“, sagte sie. „Wir haben dann auf 600 Euro aufgestockt.“

Von Benefizspiel imponiert

Empfänger dieser Spende sind in diesem Jahr die kleinen und großen Fußballer des FSV „Saxonia“ Tangermünde. Während die Apotheken-Kalender-Spenden in den Jahren zuvor Kinderheimen, auch der Jugendfeuerwehr und dem Shalomhaus überreicht wurden, hatte sich Bettina Birr in diesem Jahr zusammen mit ihrem Team für „Saxonia“ entschieden. „Wir sind schon viele Jahre in Kontakt mit dem Verein“, berichtete sie. Regelmäßig würde sie für die Spielsaison Verbandsmaterial spenden. Über Dr. Günter Lange sei vor vielen Jahren der Kontakt zwischen ihr und dem Verein zustande gekommen.

„Im vergangenen Jahr hat mir das Benefizspiel für die Familie mit den beiden Kindern sehr imponiert“, betonte Bettina Birr. „Für Elsa und Poldi“ waren die Fußballer auf den Rasen gegangen, hatten damit viele Menschen in das Stadion am Wäldchen gelockt und eine vierstellige Spendensumme an die jungen Eltern überreicht.

Noch professioneller werden

„Wir freuen uns wirklich sehr und sind überaus dankbar, dass Sie an uns gedacht haben“, sagte „Saxonia“-Vorstand Thomas Staudt. Gemeinsam mit Finanzwart Christian Behr war er zur Übergabe der Spende gekommen. „Die Arbeit macht aktuell sehr viel Spaß“, erklärte Thomas Staudt. „Wir haben sehr motivierte Spieler und sehr viele Kindermannschaften.“ Im vergangenen Jahr habe der Verein sehr viel Geld für die Umgestaltung der Kabine in die Hand genommen. Mit der 1. Männermannschaft in der Landesliga „wollen wir auch noch professioneller werden“, gab er zu verstehen. Und das beginne unter anderem damit, nicht mehr mit dem eigenen Pkw zum Auswärtsspiel zu fahren, sondern gemeinsam mit einem Bus.

Da der Vereinsbetrieb wie überall seit mittlerweile fast einem Jahr mit kurzer Unterbrechung stillsteht, warten auch die Saxonen auf den Tag, an dem das sportliche Miteinander wieder starten kann, vor allem die Jüngsten ihrem Bewegungsdrang im Team mit Vereinskameraden nachgehen dürfen.