Stendal l Rot! Rot wie die Feuerwehr... Rot wie der B1000, der im Feuerwehrmuseum doppelt und daher übrig war. Irgendwas müsste man doch da machen... So fing Michael Schneiders Spinnerei an, bei der sich der Leiter des Landesfeuerwehrmuseums in Stendal fragte, ob man denn den alten Feuerwehr-Barkas nicht irgendwie geschickt für Werbezwecke einsetzen könnte. Und schnell fand er in dem Stendaler Unternehmer und Brauereibetreiber Norman Schönemann einen Mitspinner. Denn der hat in seinem „Taubentanz“-Sortiment genau das, was Michael Schneider so mit „irgendwie, irgendwas“ vorschwebte: rote Fassbrause.

Und so kam es – nach einiger Tüftelei und Umbauerei –, dass der „Durstlöscher“, wie er offiziell heißen wird, nun bereit ist für seinen ersten Einsatz als Brausemobil. Beim Tanz in den Mai, den wiederum der Stendaler Feuerwehr-Förderverein am 30. April ab 18 Uhr veranstaltet, wird der aufgemöbelte rote Barkas zum rollenden Brausefass – Michael Schneider nennt das Auto liebevoll „Löschi“. Zwar kennt er die genaue Uhrzeit noch nicht, aber feststehe, dass die Jugendfeuerwehr den Anstich vornehmen darf.

Alte Pumpe umgebaut

Wer sich dann am Heck einen Becher rote Fassbrause mit Himbeergeschmack abfüllen lässt, kann dabei auch einen Blick auf die so rustikale wie raffinierte Technik erhaschen. „Die alte Löschpumpe wurde zu einer Zapfeinrichtung umgebaut“, umreißt es Schneider kurz, „so dass die Getränke nun aus Fässern durch die Schläuche zu den Zapfhähnen laufen können.“ Alles hundertprozent gereinigt, natürlich. „Es funktioniert alles prima, die Schankanlage wurde heute eingebaut“, erzählte am Freitag Norman Schönemann der Volksstimme. Und es passen zehn 30-Liter-Fässer ins Auto.

Bilder

Künftig soll der „Durstlöscher“ dann auch zu mieten sein. Seinen nächsten Einsatz hat er laut Schneider gleich am 5. Mai 2019 in Magdeburg beim Fest zum 150-jährigen Bestehen des Landesfeuerwehrverbands.