Uchtdorf l Die Dürre in Sachsen-Anhalt hat weiter schwere Folgen. Bei einem Großbrand in der Agrargenossenschaft Uchtdorf im Landkreis Stendal ist ein Schaden von mindestens 120.000 Euro entstanden. Dort waren Donnerstagnachmittag 2000 Strohballen in Flammen aufgegangen. Seitdem ist die Feuerwehr vor Ort. Auch Wehrleiter Heiko Steinig-Pinnecke ist schon seit seit über 20 Stunden im Einsatz: „Das hier ist an Dramatik gar nicht mehr zu überbieten. Die Landwirte sind froh, dass sie die Ernte eingebracht haben und nun ist alles verbrannt." 

Nach Angaben des landwirtschaftlichen Betriebes ist der ganze Jahresvorrat für die Kühe in Flammen aufgegangen. Da durch die derzeitige Dürre massive Ernteverluste eingeplant werden müssen, könnte dies noch zu einem richtigen Problem werden. Der Strohdiemenbrand breitete sich trotz massiven Löscheinsatzes auf angrenzende Felder aus. Etwa 10 Hektar vielen den Flammen zum Opfer.

Freiwille Helfer völlig am Ende

Der Brand griff zusätzlich auf eine Scheune über und beschädigte eine auf dem Dach montierte Photovoltaik-Anlage. Die Hitzeentwicklung war so stark, dass sogar Metall schmolz. Verletzt wurde niemand. Auch die Kuhställe konnten von den Kameraden gerettet werden.

Die freiwilligen Helfer sind derweil völlig am Ende. Steinig-Pinnecke: „Zur Zeit ist es so, dass wir an unsere Grenzen kommen, da wir ständig neue Einsätze haben." Allein würden die Feuerwehren dies nicht mehr stemmen können. Der Wehrleiter lobt daher die Mithilfe der Bauern in der Altmark: „Die Landwirte sind sehr sensibilisiert und haben Wasserwagen vor Ort." Außerdem helfen die Bauern mit Pflügen, indem sie Brandschneisen ziehen.