Stendal l Bio-Müll in der grauen Tonne, Restmüll in der gelben Tonne, fremder Müll in der eigenen... Bei gemeinschaftlich genutzten Tonnen oder Müllsammelstellen kann es schon mal zu Durcheinander kommen – ob absichtlich oder aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit. Wir wollten daher wissen, wie die Stendaler Großvermieter ihren Müll „sortiert“ bekommen und ob sie mit Fremd- oder Fehlbefüllung zu kämpfen haben.

GWG

Probleme solcher Art sieht Vorstandsvorsitzende Regina Gehlhar in GWG nicht. „Wir sind da ziemlich aufmerksam und gucken auch mal in die Tonnen rein.“ Einmal habe man einen Müllsack, der da nicht reingehörte, daneben gestellt – mit einem Zettel dran: „Ich suche meinen Eigentümer“. Und der fand sich dann auch, „nicht reumütig, nein, aber immerhin hat er sich freiwillig gemeldet“, so Gehlhar. Diese Vorgehensweise spreche sich herum. „Ruhe hat man mit Müll nie“, meint sie, „aber das sind dann Ausnahmen.“

SWG

Eines Großteils des Ärgers, den die SWG früher mit wilder Müllablagerung hatte, hat sie sich durch ein neues System entledigt: die unterirdischen Behälter, die von oben durch breite Öffnungen befüllt werden und deren Klappen nur die Mieter per Schlüssel öffnen können. Das neue, sogenannte Unterflursystem biete nun keinen Grund mehr, den Müll nicht zu trennen. Es soll sukzessive an allen Standorten umgesetzt werden.

WBG 1893

„Die diversen Müllbehälter und Tonnen befinden sich in den verschlossenen Innenhöfen und sind somit nicht für Fremde zugänglich“, erklärt Martina Mrozek, Vorstandsvorsitzende der WBG 1893. Dennoch werde die Mülltrennung „nicht in jedem Fall ernstgenommen“ und es gelangten Haushaltsgegenstände, Biomüll und Unrat in die Wertstoffcontainer (also die gelben). Die Mitarbeiter inspizierten daher mehrmals wöchentlich und insbesondere am Tag vor der Leerung. Der in den Gelben Containern unsachgemäß entsorgte Müll werde von der WBGA dann im eigenen Behälter entsorgt.

WBGA

In den Wohngebieten der WBGA verlaufe die Müllentsorgung „im Großen und Ganzen reibungslos“, berichtet Cathleen Paufler, Leiterin Technik. Die Restmüllcontainer sind nur per Sensor zu öffnen, alle anderen Tonnen befinden sich in sogenannten Müllkäfigen.

Den vollständigen Text lesen Sie in der gedruckten Stendaler Volksstimme vom 10. August 2020 oder im E-Paper.