Corona

Impfzentrum Stendal startet ins Jahr 2021

Eine neue Impfstofflieferung ist in Stendal eingetroffen. Ab dem 4. Januar geht es weiter mit der Immunisierung in Altenheimen.

Von Regina Urbat

Stendal l Nahtlos werden die Mitstreiter im Corona-Impfzentrum ihre Arbeit im neuen Jahr fortsetzen. Geplant ist nach Auskunft des Zentrumleiters Friedhelm Cario vom DRK, am Montag, 4. Januar, mit dem Mobilen Impfteam die Immunisierung gegen das Covid-19-Virus im Senioren-Wohnpark in Schollene und, wenn die Zeit noch reicht, am Nachmittag im Altenpflegeheim „Berliner Hof“ in Stendal vorzunehmen. Impfstoff ist genügend da, am 30. Dezember habe Stendal eine Lieferung von 1170 Impfdosen bekommen, informierte die Kreisverwaltung auf Volksstimme-Nachfrage. Einen Teil davon erhalten die Krankenhäuser in Seehausen und Stendal für die Impfung ihres Personals.

Zudem laufen die Vorbereitungen im Stendaler Impfzentrum in der Osterburger Straße auf Hochtouren, um die Corona-Immunisierung entsprechend der Gruppeneinteilung für alle Bürger im Landkreis zu starten. Die Einrichtung ist dafür nach und nach perfektioniert worden. Lars Kuwan und Martin Merker haben die Technik für die digitale Datenerfassung eingerichtet. Die Software dafür ist vom Land geliefert worden, „wir richten alles ein und werden auch dafür sorgen, dass der technische Betrieb funktioniert“, sagt Martin Merker. Wie Lars Kuwan ist er bei der Kreisverwaltung Stendal angestellt und dort für alle Abläufe im IT-Bereich verantwortlich. Größere Probleme haben sie mit der Einrichtung im Impfzentrum nicht. „Es lief zwar etwas stockend an, doch hätte es viel schlimmer kommen können“, sagt Lars Kuwan.

So kann das Mobile Impfteam mittlerweile mit Technik arbeiten, obwohl zur Sicherheit noch zweigleisig gefahren wird. Die Daten der Geimpften werden zusätzlich per Hand erfasst. „Ob per Laptop oder per Hand, das erfordert viel Zeit“, weiß Friedhelm Cario. Der bürokratische Aufwand sei groß, „muss aber geleistet werden“, fügt der langjährige Katastrophenschutzbeauftragte hinzu. Bürokratie heißt: Der Aufklärungsbogen über die Schutzimpfung gegen Covid-19 und eine Anamnese samt der Einwilligung müssen von jedem Impfwilligen ausgefüllt werden. Anschließend wird die Impfung bis hin zu eventuell auftretenden Symptomen in der 15-minütigen Beobachtungsphase unmittelbar nach der Impfung dokumentiert. „Jeder Impfwillige hat deshalb eine Akte, die bei der zweiten Impfung nach 21 Tagen fortgeschrieben wird“, sagt Friedhelm Cario.

Rückblickend schätzt er ein, dass seit dem Start der Corona-Schutzimpfungen am 27. Dezember die Einsätze in Altenheimen in Bismark, Seehausen und Stendal mit rund 370 Impfungen erfolgreich gelaufen seien. „Es gab zwar oft über Nacht was Neues“, sagt Cario, „Probleme, darauf zu reagieren, hatten wir nicht.“ Im Gegenteil, dank des Engagements des Teams von der Johanniter-Unfall-Hilfe mit Peter Ruppert an der Spitze, der Helfer vom DRK, des Apothekers Uwe Sänze, der stets dabei ist und den Impfstoff vor Ort anmischt, sowie den Ärzten, die über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bestellt werden, „dürfen wir zufrieden sein“, sagt Cario.

Das haben die Amtsärztin Dr. Iris Schubert und Sebastian Stoll von der Kreisverwaltung auf einer Pressekonferenz vor dem Jahreswechsel bestätigt. Letzterer ist 1. Beigeordneter des Landrats und für die Einrichtung des Impfzentrums verantwortlich. Stoll weist darauf hin, dass für Stendal die Terminvergabe für Impfungen über die Telefonnummer der KV – 116 117 – zwar noch nicht erfolgt, man sich aber im Internet die Aufklärung und Anamnese samt Einwilligung von der Landkreisseite herunterladen kann.