Zwei Adressen stehen seit 1987 als Symbol sozialer Wärme und Betreuung von Senioren

"Klub für ältere Bürger" feiert 25-Jähriges

Von Thomas Butzek

Die Ortsgruppe 36 der Stendaler Volkssolidarität ist seit einem viertel Jahrhundert ein fester Bestandteil im Leben vieler Senioren.

Stendal l "Neuer Klub mit breitem Angebot für ältere Bürger", so lautete 1986 die Schlagzeile der Volksstimme, in der erstmals auf die baldige Entstehung des Klubs der Volkssolidarität in der Lutz-Meinecke Straße hinwies. Am 5. Januar 1987 war es dann so weit und der Klub öffnete mit vier Mitarbeiterinnen seine Pforten.

Heute ist es zwar eine andere Adresse und vieles hat sich in den vergangenen 25 Jahren verändert aber die Räumlichkeiten und die freundliche Atmosphäre sind noch immer die gleiche geblieben. Grund genug für die Ortsgruppe 36 der Volkssolidarität, so ist die ganz genaue Bezeichnung, die vergangenen Jahre in einer Feststunde und einem Tag der offenen Tür Revue passieren zu lassen.

Schon am frühen Vormittag fanden sich zahlreiche Gäste und Gratulanten, unter anderem Bürgermeister Axel Kleefeld sowie Lutz Rosenkranz als Vertreter der SWG und Vereinsvorsitzende Marion Mohr von der Bürgerinitiative Stendal, in der Begegnungsstätte ein. Von Seiten der Volkssolidarität war Monika Pingel, Geschäftführerin des Regionalverbandes Altmark, als Ehrengast eingeladen. "Was wir hier geschaffen haben, die Intergration von altersgerechtem Wohnen in Verbindung mit medizinischer Betreuung durch die Sozialstation und die soziale Integration durch die Begegnungsstätte, ist ein Model, dass in anderen Städten heute erst teuer entwickelt wird. Hier ist es seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit", lobte Pingel in ihrer Begrüßungsrede. Dem konnten viele der Gäste nur zustimmen.

Yvonne Tipmann und Erika Rust sind zwei davon. Beide haben noch die Anfangszeiten der Einrichtung als Mitarbeiterinnen vor 25 Jahren erlebt. Während Erika Rust seit einigen Jahren bereits im Ruhestand ist, kann Yvonne Tipmann einen direkten Vergleich ziehen. "Ich kann mich noch gut an die ersten Jahre erinnern", erzählt sie. "Da wurde im kleinen Raum noch Essen von der zentralen Schulspeisung an Anwohner und Arbeiter hier ausgegeben. Aber die Besucher und die Stimmung waren auch damals genauso angenehm wie heute", erinnert sie sich lebhaft. "Als ich hier vor einiger Zeit die Arbeit wieder aufgenommen habe, fühlte ich mich sofort wohl hier." Auch Erika Rust kann sich noch an schöne Zeiten in der Begegnungsstätte erinnern. Beispielsweise an das Klavier einer Frau Zorn. Da es nicht in die Wohnung gepasst hatte, wurde es damals kurzerhand in den Klub gestellt, und so konnten die Senioren regelmäßig dem Spiel der Pianistin lauschen.

Doch auch die Gegenwart bietet den Besuchern viel Abwechselung. Regelmäßig erarbeiten die Mitarbeiter der Volkssolidarität ein buntes Programm für Mitglieder und Besucher, von Vorträgen über Kartennachmittage bis hin zu gemeinsamen Reisen. Auch an diesem Tag durften die Angebote nicht fehlen. Neben dem Empfang sorgten die Kinder der Kita Sonnenschein mit einem musikalischem Programm für Kurzweil. Weitere Angebote waren individuelle Beratungen zur Patientenpflege durch die Schwestern der Sozialstation, ein Vortrag und eine Gesprächsrunde des ambulanten Hospitzdienstes sowie eine Aufführung der Sitztanzgruppe, an der sich auch die Gäste beteiligten.