Volksstimme: Sie leben ohne ...?

Simone Habendorf: Ohne Handy. Und ohne Armbanduhr – die hab ich im Urlaub am ersten Tag immer abgemacht und irgendwann halt nicht mehr umgemacht. Es gibt ja genug Uhren um einen herum ... am Festnetztelefon, an den Kirchtürmen, am Bahnhof, auf jedem Kassenbon steht die Uhrzeit.

Ohne Armbanduhr finde ich auch sehr befreiend, meine hängt meistens nur zu Hause am Schlüsselbrett. Aber so ganz ohne Handy?!

Ja, das geht. Ich hab‘ nie eins gehabt, das hat sich so ergeben. Mein Mann hat eins, das kann ich zur Not mal benutzen – wenn ich es ankriege.

Und Sie werden von Ihrer Familie oder Freunden nicht dazu gedrängt, sich ein Handy anzuschaffen, damit man Sie mal spontan erreichen kann?

Mein Mann wollte mir schon öfter mal eins besorgen, ich weiß nicht, vielleicht hat er das auch nur gesagt, um mich zu necken. Naja, und kleine Vorwürfe gibt es manchmal, von wegen man könne sich mit mir ja nicht verabreden. Kann man doch aber: Man macht eine Zeit aus und dann trifft man sich. Und vorher kann man mich zu Hause auf dem Festnetz anrufen. Schwierig scheint das nur für die anderen zu sein. Aber heutzutage läuft ja alles nur noch über Whatsapp, und wenn man das nicht hat, kommt man sich schon manchmal ausgeschlossen vor.

Das komplette Interview lesen Sie in der gedruckten Stendaler Volksstimme vom 21. August 2020 oder im E-Paper.