Baustelle

Neuer Spielplatz in Stendal Stadtsee wird eingezäunt

Kaum ist der Spielplatz auf dem Gelände zwischen Stadtseeallee und August-Bebel-Straße in Stendal eingeweiht, wird er schon Opfer von Vandalismus. Die Wohnungsbau-Genossenschaft geht nun dagegen vor.

Von Mike Kahnert
Das Gelände entlang der August-Bebel-Straße in Stendal wird eingezäunt.
Das Gelände entlang der August-Bebel-Straße in Stendal wird eingezäunt. Foto: Mike Kahnert

Stendal - Kinderlachen erfüllt den Bereich rund um den neuen Spielplatz in Stendal Stadtsee. Der Neubau der Wohnungsbau-Genossenschaft Altmark (WBGA) auf dem Gelände zwischen Stadtseeallee, Friedrich-Ebert-, August-Bebel- und Dr.-Kurt-Schumacher-Straße scheint bei den Anwohnern gut anzukommen. Doch in den vergangenen Tagen haben Bauarbeiter nach und nach einen Zaun rund um die Fläche aufgebaut.

„Leider mussten wir feststellen, dass unsere frisch hergerichteten Grünflächen und Sitzbereiche stark vermüllt wurden“, teilt Jana Rzepka von der WBGA mit. Vorgegebene Wege wurden nicht eingehalten und die Spielgeräte beschädigt. „Zudem wurden auch die zu der Zeit herrschenden Hygiene- und Abstandsregeln auf dem Spielplatz grob missachtet, so dass uns nur die Möglichkeit blieb, diesen wieder zu schließen.“ Die Verantwortlichen sollen aus allen Altersgruppen stammen, so die Marketing-Verantwortliche.

Der Zaun entlang der August-Bebel-Straße und der Grenze zum Wohnblock der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße 8 bis 12 soll für mehr Sicherheit auf dem Gelände sorgen und den Spielplatz vor weiterem Schaden schützen, teilt Jana Rzepka mit. Bis Mitte nächster Woche soll die Umzäunung fertig sein. Von der Außenwelt soll der Bereich aber nicht ausgeschlossen werden. „Nach wie vor soll das Gelände öffentlich zugänglich sein.“ Heißt, dass an allen zum Gelände führenden Gehwegen Zugänge zur Verfügung stehen werden. Das Tor Richtung Stadtseeallee steht bereits.

Mehrgenerationenzentrum in Stendal Stadtsee als Nächstes geplant

Bei der gesamten Fläche handelt es sich um ein großes Bauprojekt der WBGA. Der Spielplatz ist nur der erste Schritt, das 31500 Quadratmeter große Areal aufzuhübschen. Die Größe entspricht rund viereinhalb Fußballfeldern.

Der neue Spielplatz der Wohnungsbau-Genossenschaft in Stendal wurde bereits mehrfach vermüllt und beschädigt.
Der neue Spielplatz der Wohnungsbau-Genossenschaft in Stendal wurde bereits mehrfach vermüllt und beschädigt.
Foto: Wohnungsbau-Genossenschaft

Der bisher entstandene Spielplatz, die Grünanlagen und Parkplätze sind Teil der ersten zwei Bauabschnitte. Die Kosten dafür sollen sich auf rund eine Million Euro belaufen, die zum Teil vom Land Sachsen-Anhalt gefördert werden. Im dritten Bauabschnitt soll ein Mehrgenerationenzentrum entstehen. In Stein gemeißelt ist dafür zwar noch nichts, aber „wir haben da schon konkrete Vorstellungen“, sagt Jana Rzepka. So würde sich die WBGA einen ansässigen Pflegedienst und ein Café wünschen. Das Mehrgenerationenzentrum soll ein Ort werden, wo Kinder ihre Hausaufgaben machen und ältere Menschen einen schönen Nachmittag verbringen können. Der Ort soll auch für Veranstaltungen genutzt werden.

Indoorspielwelt in Stendal Stadtsee wird geprüft

Eine sogenannte Indoorspielwelt ist eine weitere Idee, die die WBGA gerne umsetzen möchte, so Jana Rzepka. Das wäre ein Gebäude, in dem Kinder und Jugendliche sich bei verschiedenen Sportspielen, einer Hüpfburg oder Rutsche austoben können. Aktuell bereitet die WBGA dazu und zum Mehrgenerationszentrum eine Bauvoranfrage vor. Positive Signale gebe es bereits bezüglich einer ambulanten Pflege vor Ort.