Stendal l Im Innenhof der Stendaler Anne-Frank-Straße geben derzeit Bauleute und Landschaftsgestalter den Ton an. Das Areal wird neu gestaltet, die Fassaden der drei Blöcke mit 268 Wohnungen, die für rund 500 Menschen das Zuhause sind, wurden neu gestrichen. „Aufgehübscht“, wie Daniel Jircik sagt. Der Geschäftsführer der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) begründet: „Die Leuchtkraft war weg.“ Immerhin wurden die Fünfgeschosser Ende der 1970er Jahre hochgezogen, liegt ihre Sanierung auch schon wieder zwei Jahrzehnte zurück.

Bis zu 40 Miet-Stellplätze

Ist der Fassadenanstrich eine Art Schönheitskur, so wird der Innenhof grundlegend umgestaltet. „Schön“ sei er nicht mehr gewesen, schätzt Jircik ein. Er verweist auf Gehwegplatten, die sich angehoben hatten und so zu Stolperfallen wurden, und auf sprießendes Unkraut. Zudem sei wild geparkt worden. Das soll sich mit der Neugestaltung ändern, zumal die SWG den Bewohnern die Möglichkeit einräumt, ihren ganz persönlichen Stellplatz zu mieten. Bislang sind 19 Miet-Stellplätze vorgesehen. „Das kommt an. Fast alle sind vermietet“, macht Jircik klar und merkt an, dass die Miet-Stellplätze bis auf 40 erweiterbar sind.

Mittelpunkt des Innenhofes soll eine Sitzecke sein. „Auch eine Grillecke legen wir an. Das wünschen sich die Leute“, so der SWG-Geschäftsführer, der zudem auf neue Wege und Spielgeräte verweist sowie die geplante Installation eines sogenannten Unterflursystems, mit dem der Müll unterirdisch von den Mietern entsorgt wird.

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250.000 Euro lässt sich die SWG die Neugestaltung des Innenhofes kosten. „Und endlich bekommen wir auch mal Fördergeld“, berichtet Jircik. 110.000 Euro fließen für neue Wege und die Gestaltung der Grünanlagen. Apropos Grünanlagen: Das Gros der Anpflanzungen, vornehmlich die der Bäume, werde im Herbst erfolgen, um das Wachstum nicht zu gefährden.

Die anderen Arbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Vielleicht auch früher, denn: „Das Tempo auf dem Bau ist hoch“, sagt Jircik. Ein Hemmnis und Ärgernis ist Vandalismus. So wurde unlängst ein Baucontainer aufgebrochen und ein anderes Mal die Scheibe eines Radladers eingeschlagen.