Verkehr

Parkplatz in Innenstadt in Stendal: Stadtratsfraktion fordert Verkaufsstopp

Auf die 70 innerstädtischen Parkplätze in Stendal könne nicht verzichtet werden.

Von Donald Lyko
Der Parkplatz zwischen der Deichstraße und der Brüderstraße ist tagsüber immer sehr gut gefüllt.
Der Parkplatz zwischen der Deichstraße und der Brüderstraße ist tagsüber immer sehr gut gefüllt. Foto: Donald Lyko

Stendal - Auf die Ausschreibung im vergangenen Jahr hatten sich zwar einige Interessenten für das Areal zwischen Deichstraße und Brüderstraße gemeldet, doch die Konzepte haben bisher nicht überzeugt. Der Verkauf der Fläche, die derzeit als Parkplatz genutzt wird, ist aber an ein Konzept geknüpft. Ob nun Wohnbebauung mit Lückenschluss an beiden Straßen oder Parkdeck – Ideen und sogar konkrete Vorschläge gab es in den vergangenen Jahren mehrfach. Getan hat sich aber noch immer nichts.

Darum fordert die Fraktion Freie Stadträte Stendal/Bürger für Stendal nun, das Verkaufsverfahren zu stoppen und einen Verkauf nicht weiter zu verfolgen. Stattdessen sollte das Areal auch künftig als innerstädtischer Parkplatz genutzt werden. In ihren Antrag, der am nächsten Mittwoch auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung steht, formuliert die Fraktion den Auftrag an die Stadtverwaltung, bis zum 30. September eine Planung vorzulegen mit dem Inhalt, dass die Flächen befestigt und mindestens zehn Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert werden. Zudem soll das gesamte Areal „eine ansprechende und ausreichende Begrünung erfahren“, heißt es im Antrag. Wenn der FSS/BfS-Vorschlag eine Mehrheit findet, sollten die Arbeiten im Jahr 2022 in Angriff genommen werden.

Aus Sicht der Fraktion könne derzeit nicht auf die rund 70 innerstädtischen Parkplätze verzichtet werden, vor allem nicht an einer so zentralen Stelle. Eine Wohnbebauung zur Vermietung sei an dieser Stelle nicht notwendig.