Stendal l Ob es sich bei den Vorfällen um verschiedene Täter handelte, ist nach Polizeiangaben unklar. In allen drei Fällen gab sich ein Anrufer als Enkel aus und bat um eine hohe Geldsumme. Das Vorhaben scheiterte jeweils an den misstrauischen Rentnern.

Als zunächst gegen 9 Uhr ein 89-Jähriger aus Uenglingen von einem Unbekannten angerufen wurde, sagte er dem angeblichen Enkel, dass sie mit Sicherheit nicht miteinander verwandt seien. Um 14.30 Uhr wurde eine 78-Jährige aus Bindfelde mit der gleichen Masche kontaktiert. Sie antwortete, sie würde die geforderte Summe nicht besitzen. In beiden Fällen legte der Betrüger daraufhin einfach auf. Um kurz nach 16 Uhr wurde eine 89-jährige Stendalerin angerufen. Auch sie gab an, nicht so viel Geld zu besitzen. Daraufhin sagte ihr vorgeblicher Enkel, sie solle zumindest einen Teil der Summe abheben und sich mit ihm am Stendaler Bahnhof für die Übergabe treffen. Die Dame hob das Geld zwar von ihrem Konto ab, bekam jedoch Zweifel und fragte einen Zeugen um Rat. Im Anschluss informierte sie die Polizei.

Nach diesen drei Fällen empfiehlt die Polizei, besonders misstrauisch zu sein und sich zu vergewissern, ob es sich bei Anrufern wirklich um Verwandte handelt. Außerdem sollte, sobald jemand am Telefon Geld verlangt, aufgelegt und die Polizei über die Nummer 110 informiert werden.