Pandemie

Rückkehrer aus Holland treiben Corona-Inzidenz im Kreis Stendal auf 38

Der Landkreis Stendal ist bei der Corona-Inzidenz trauriger Spitzenreiter in Sachsen-Anhalt

Von Andreas König
Mehrere Reiserückkehrer aus den Niederlanden wurden im Landkreis Stendal positiv auf das Coronavirus getestet.
Mehrere Reiserückkehrer aus den Niederlanden wurden im Landkreis Stendal positiv auf das Coronavirus getestet. Foto: Jens Kalaene/dpa

Stendal - Vom fast coronafreien Gebiet zum traurigen Spitzenreiter in Sachsen-Anhalt: Der Landkreis Stendal hat mit einem Wert von fast 38 (37,8) die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Landkreise in Sachsen-Anhalt (Stand 9. August).

„Dieser Anstieg ist vor allem auf meist ungeimpfte Reiserückkehrer zurückzuführen, die im europäischen Ausland waren“, sagt der Erste Beigeordnete des Landrates, Sebastian Stoll. Seinen Angaben zufolge hätten sich die jetzt positiv auf das Corona-Virus Getesteten vornehmlich in den Niederlanden, Italien und in etwas geringerem Maße auf Mallorca angesteckt. „Die Rückkehrer aus Holland beispielsweise müssen sich zunächst selbst in eine fünftägige Quarantäne begeben“, erläutert Sebastian Stoll. „Ich hoffe und erwarte, dass sich die Betroffenen daran halten, um nicht andere zu gefährden.“

Welche Konsequenzen ein Überschreiten des Inzidenzwerts von 35 haben kann, wenn sie länger als sieben Tage dauert, wollen die verantwortlichen der Kreisverwaltung in dieser Woche beraten. Nachdem Unterschreiten der 35er-Marke waren zahlreiche Einschränkungen in öffentlichen Leben des Landkreises Stendal aufgehoben worden.