Stendal l Wenn Stendal in zwei Jahren Gastgeber für den 23. Sachsen-Anhalt-Tag ist, ist es genau 25 Jahre her, dass die Rolandstadt schon einmal das Landesfest ausgerichtet hat. „Viele Stendaler und Auswärtige freuen sich schon jetzt darauf, noch einmal so einen schönen Sachsen-Anhalt-Tag zu feiern“, fasst Matthias Neumann, Leiter des Organisationsbüros, den Tenor zahlreicher Gespräche zusammen.

Gespräche in Quedlinburg

Von Anfang an war den Organisatoren aber klar: Eine Neuauflage von 1997 kann es in der damaligen Form nicht geben. „Denn mittlerweile haben wir ganz andere Bedingungen“, erklärte Vize-OB Axel Kleefeldt. Es gibt ganz andere Brandschutzauflagen, es müssten umfangreiche Konzepte für einzelne Bereiche wie die Stromversorgung verfasst werden, die Sicherheitslage ist te eine ganz andere als Ende der 1990er Jahre. Der Aufwand ist natürlich deutlich höher. Neumann: „Man kann es mit keinem normalen Stadtfest vergleichen.“

In den vergangenen Wochen lief der Motto-Wettbewerb, der Siegerslogan „Mittelalter trifft Moderne“ wurde am Mittwoch verkündet. Die Vorbereitungen laufen aber schon deutliche länger. „Wir sind schon seit etwa einem Jahr am Thema dran“, sagte Axel Kleefeldt. Es habe bereits einen Austausch mit Quedlinburg gegeben, der Ausrichterstadt 2019, zudem mehrere Vorbereitungsrunden in Magdeburg. Denn der Sachsen-Anhalt-Tag ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Land und Hansestadt, bei der Vorbereitung arbeiten die Staatskanzlei und die Stadtverwaltung eng zusammen. Auch Gespräche mit den anderen Landkreises fanden schon statt, denn wie bisher wollen sich die Kreise 2022 in ihren Regionaldörfern präsentieren. „Ziel ist es, einen schönen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten im Land zu haben“, so Kleefeldt.

Momentan bilden Matthias Neumann als Leiter des Organisationsbüros und Nadine Sandke, Mitarbeiterin im Sachgebiet Veranstaltungsmanagement und Tourismus, ein Zweier-Team im Rathaus, das in den kommenden Monaten personell aufgestockt wird. „Wir sind dabei, diese für unsere Stadt sehr wichtige Großveranstaltung gut vorzubereiten“, versicherte der Vize-OB.

Ein Eindruck, den auch Daniel Mouratidis, zweiter Stellvertretender Regierungssprecher der Staatskanzlei, gewonnen hat: „Hier sind sehr motivierte Mitarbeiter mit viel Engagement dabei.“ Seine Erfahrungen aus den Vorjahren ist: Auch wenn sich zwei Jahre nach viel Zeit anhören, sind die für die Organisatoren immer sehr schnell vorbei. Wenn „die oben richtig rangehen, springt der Funke über“, gibt Mouratidis eine andere Erfahrung wieder: die, dass die Begeisterung und das Engagement aus dem Rathaus auf die Bürger überspringt mit dem Ergebnis, dass sich Vereine, Institutionen, Kulturgruppen, Unternehmen und Privatpersonen einbringen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass es auch in Stendal wieder ein frohes Fest wird“, sagte der Stellvertretende Regierungssprecher.

Ein stärkeres Wir-Gefühl

Seit Mittwoch läuft der Plakatwettbewerb für den Sachsen-Anhalt-Tag 2022 in Stendal. Mit dem Plakat und dem Motto „Mittelalter trifft Moderne“ soll dann richtig mit der Werbung gestartet werden. Zudem soll es im Vorfeld des Landesfestes „einige Aktionen für die Besucher“ geben, kündigte Axel Kleefeldt an. Er hofft, dass die gemeinsame Gastgeberschaft das Wir-Gefühl in der Stadt fördert und möglichst viele die Chance erkennen und unterstützen, „unsere schöne Stadt zu präsentieren“.