Stendal l Wer die Türme der Marienkirche besteigt, sieht einen wunderschönen Blick über die Stadt Stendal. Was man aus dieser Höhe auch sieht, ist ein Gebäude, das einer Ruine gleicht. Es steht zwischen dem Sparkassengelände/Poststraße und der Marienkirchstraße. Das Dach fehlt. Die Fenster sind zerschlagen. Es war mal ein Kornspeicher. Das größere Nachbargebäude dahinter sieht auch sanierungsbedürftig aus.

Die Sanierung dieser Gebäude befindet sich gerade in der Genehmigungsphase, bestätigt Armin Fischbach, Pressesprecher der Stadt Stendal, auf Nachfrage. Es ist ein privates Bauvorhaben, das bereits seit 2016 von der Stendaler Mk.5 GbR geplant wird. Das Gebäude an der Marienkirchstraße 5 und die Häuser dahinter, auch das ohne Dach, werden alle umfassend saniert, so Fischbach. „Das geplante Bauvorhaben läuft unter dem Titel: ‚Umbau und Sanierung Vorderhaus, Seitenflügen und Werkstatt, Neubau Wohnhaus‘.“

Plan für Sanierung in Stendal

Investor Fabian Schwarzlose hat im April dieses Jahres (Volksstimme berichtete) unter anderem noch ein Wohnhaus mit fünf Etagen hinter dem noch dachlosen Kornspeicher geplant. Das Problem damals: Der mit 17 Meter angedachte Fünfgeschosser wäre zu hoch und würde das Stadtbild beeinträchtigen. So argumentierte die Stadtverwaltung damals gegen den Vorschlag. Bei einer Genehmigung könnten Nachbarn klagen.

Die Höhe war deswegen ein Problem, weil Seitenflügel und Hintergebäude bis auf den ehemaligen Kornspeicher (15,68 Meter) weit unter 13,40 Meter liegen. Zum Vergleich: Das benachbarte Stadthaus hat eine Höhe von 19,60 Meter und das Freihaus an der Marienkirchstraße 16,67 Meter.

Für den nächsten Schritt zur Sanierung der Häuserreihe fehlt nun die Genehmigung. Dafür seien noch Bauvorlagen seitens des Architekten zur Beurteilung nachzureichen. „Das städtische Bauaufsichtsamt hat für die Nachreichung eine Fristverlängerung bis zum 23. Dezember gewährt“, so Armin Fischbach.

Dem Pressesprecher der Stadt Stendal zufolge wird die Idee des fünfgeschossigen Wohnhauses, die im Frühjahr noch Streitpunkt war, nicht umgesetzt. Das Haus vor der Kreissparkasse soll bis auf einer Höhe von 3,50 Meter abgebrochen werden. Stand jetzt: „Auf der Erdgeschossebene werden vier neue Etagen mit Wohnungen aufgebaut.“