Tangermünde l 44 Wohnungen sollen hinter den Backsteinfassaden in der Arneburger Straße, auch bekannt als die Meyerschen Höfe, entstehen. Was von den Häusern, die Zucker-Meyer einst errichten ließ, am Ende stehen bleiben wird, sind auch wirklich nur die Fassaden. In den vergangenen Monaten haben Firmen in den alten dunklen Wohnungen kräftig gearbeitet. Sie haben herausgerissen, was dem heutigen Standard nicht mehr entspricht, haben herausgenommen, was nicht mehr reparabel war. Übrig blieb die Hülle, gegründet auf riesigen Feldsteinen. Und da hinein kam in den vergangenen Monaten vieles von dem, was die künftigen Wohnungen ausmachen wird.

Beton statt Holz

„Wir haben die Treppenhäuser komplett erneuert“, erklärt Peter zum Felde während eines Rundgangs. Statt der alten Holztreppen geht es über neue Betonelemente in die oberen Etagen. Auch sind die neuen Fenster bereits in zwei von drei Wohnblöcken eingebaut. Industriegrau wird hier mit dem backsteinrot kombiniert. Balkonfenster gibt es in allen Ebenen. Die Naturstein-Fensterbänke stehen bereits für den Einbau bereit. Auch mit der Elektroinstallation ist bereits begonnen worden. Trockenbauwände sind gezogen, neuen Wände gemauert. Während ein Objekt, das in Richtung Meyerstraße, ein Flachdach besitzt, bekommt der Block daneben, der 90 Grad zur Arneburger Straße steht, Gaupen aufgesetzt.

Und letztendlich lässt der Investor noch die Fassade sanieren – sie wird abgewaschen und anschließend neu verfugt, ein aufwendiges, aber letztendlich optisch sehr wertvolles Verfahren.

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Noch kein Eröffnungstermin

„Über einen Zeitpunkt, wann die ersten Wohnungen fertig sein werden, möchte ich derzeit noch nichts sagen“, gibt Peter zum Felde zu verstehen. Aktuell sei er etwa dreimal pro Woche in der Stadt, um das Projekt zu begleiten. Doch mit einem Termin würde er Druck aufbauen und das wolle er nicht. Gearbeitet werde in den Meyerschen Höfen vorrangig mit Firmen aus der Region. „Das funktioniert auch wunderbar“, gibt er zu verstehen.

Sind die Arbeiten soweit vorangeschritten, dass an die ersten Mieter zu denken ist, wird zum Felde eine Musterwohnung herrichten lassen, um potentiellen Interessen etwas präsentieren zu können.

Sein Ziel ist es, hier generationsübergreifend Mieter zu vereinen. Familien mit Kindern sollen sich hier ebenso wohl fühlen wie Senioren. „Wer arbeiten geht, der kann sich eine solche Wohnung leisten“, sagt der Investor als Antwort auf die Frage nach dem Mietpreis.

Balkone und Parkflächen

Fußbodenheizung, Balkone und moderne Ausstattungen sollen diese Wohnungen unterschiedlicher Größen ausmachen. Der Innenhof soll so gestaltet werden, dass er zum Aufhalten einlädt. Auch Parkflächen und Abstellgelegenheiten wird es für die Mieter geben.

Derzeit wird der Wohnblock des Areals entkernt, der parallel zur Arneburger Straße steht. Zwar wurde dieser nach 1990 mit neuen Fenstern ausgestattet. Doch Peter zum Felde möchte eine einheitliche Ausstattung, ein vergleichbares Bild bei allen diesen Wohnblocks wiederfinden und investiert deshalb auch hier noch einmal in eine Komplettsanierung.