Stendal l Wer dieser Tage den Haferbreiter Weg entlang geht, dem fällt auf, dass die zukünftige Grundschule langsam aber sicher Formen annimmt. War im Oktober das Fundament gegossen worden, wächst der zwischen der Haferbreite-Sporthalle und dem Landesamt für Verbraucherschutz gelegene Neubau nun weithin sichtbar in die Höhe.

Nachdem der Grundstein gesetzt worden war, ging es mit den Rohbauarbeiten weiter, wie Armin Fischbach von der Pressestelle der Stadt Stendal auf Volksstimme-Anfrage mitteilt. „Am 15. Dezember wurde die Erdgeschoss-Decke fertiggestellt“, erklärt der Stadtsprecher. Vor dem Jahreswechsel ging es dann mit der Betondecke des Rohbaus weiter. Diese wurde vor Ort gegossen. In den kommenden Tagen sei wahrscheinlich die Bewehrung des ersten Geschosses dran, verrät der Stadtsprecher. Heißt: Die Betonbauteile werden verstärkt.

Fassadenarbeiten vorbereitet

Wurden bisher Arbeiten am Rohbau erledigt, kündigt sich bereits der nächste Schritt an. „Es werden auch schon erste Vorbereitungen der Fassadenarbeiten gemacht“, sagt Armin Fischbach. So weit es der Stand der Bauarbeiten jedenfalls erlaubt. Dabei werden Werkpläne erstellt und zum Beispiel erste Maße der Fenster genommen. Das Hochbauamt kümmere sich währenddessen um die Ausschreibungen, so Fischbach. Insgesamt liege man bei dem Projekt voll im Zeitplan.

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Die Stadtverwaltung rechnet mit einer Gesamtbauzeit von etwas weniger als anderthalb Jahren. Ende 2021 könnte die Schule damit stehen. In Betrieb genommen wird die „Grundschule am Haferbreiter Weg“ aber erst im Jahr 2022. Zuvor muss die Stadtverwaltung noch die Schulmöbel anschaffen und das Schulgebäude einrichten.

Wie die Grundschule aussehen wird

Entstehen wird ein zweigeschossiges, langgezogenes und komplett barrierefreies Gebäude. Es wird eine 199 Quadratmeter große Aula mit einer lichten Höhe von knapp sechs Metern geben, die gleichzeitig als Speiseraum genutzt werden soll, dazu Fachunterrichts- und Klassenräume. Konzipiert ist der Neubau für 150 Schüler, im Hort werden Plätze für 120 Kinder vorgehalten.

Es handelt sich dabei um den ersten Schulneubau der öffentlichen Hand in Stendal seit der Wende. Der Neubau ersetzt die Petrikirchhof-Grundschule. Deren im 19. Jahrhundert errichtetes Gebäude ist mittlerweile aus der Zeit gefallen und zu klein für einen modernen Schulbetrieb.