Stendal l Marcus Schreiber ist zufrieden. Die gute Laune des Geschäftsführers des Freizeitbades Altoa hat mehrere Gründe. Die alljährlichen Wartungsarbeiten gehen gut voran. Fleißig sind die 15 Mitarbeiter seit dem 12. August bei der Sache. Erst am 2. September wird das Bad wieder öffnen. Die Angestellten schrubben die Becken, aus denen das Wasser abgelassen worden ist.

Einige Fliesen müssen ausgetauscht werden

Fachfirmen prüfen derweil die Technik im Saunabereich. Ein TÜV-Prüfer muss zum Beispiel die Lüftungsanlage abnehmen. Tischler führen Holzarbeiten durch. Die Schäden, die innerhalb eines Jahres entstanden sind, sollen komplett beseitigt werden. Die eine oder andere Fliese – in der Vergangenheit ein kritisches Thema – muss ebenfalls erneuert werden. An zwei Stellen am großen Becken sei dies nötig geworden. Außergewöhnliche Kosten fielen deshalb aber nicht an, weil sich die Maßnahme im Rahmen der Gewährleistung befindet. Das ist dann aber auch schon der spektakulärste Vorfall. „Es bewegt sich alles im Routine-Bereich. Am Ende läppert es sich dann aber doch wieder“, berichtet Marcus Schreiber. Und so kostet die Instandhaltung in diesem Jahr wieder um die 40 000 Euro.

Probleme, Firmen zu finden, habe es nicht gegeben. „Wir planen ja langfristig und können uns außerdem auf unser Netzwerk verlassen. Wir haben seit Jahren unsere Ansprechpartner bei den Gewerken“, sagt der Geschäftsführer. Zumal es für wichtigsten Aufgaben sowieso feste Vertragspartner gebe.

Bilder

Immer mehr Sauna-Gänger im Altoa

Dass im Altoa keine größeren Schäden behoben werden müssen, ist dabei nur ein Grund für die gute Laune des Chefs. Der andere ist die Besucherzahl des laufenden Jahres. Nimmt man die Zahlen bis einschließlich Juni zu Grunde, deutet sich ein Rekordjahr an. Die Marke von 80.000 Gästen ist so gut wie geknackt. „Bisher hatten wir noch nie so ein gutes Ergebnis“ schätzt Marcus Schreiber ein.

Im vergangenen Jahr waren es zum gleich Zeitpunkt 6000 Gäste weniger. Für den Boom macht Schreiber verschiedene Ursachen aus. Auffällig sei, dass bereits das erste Quartal auffallend positiv verlaufen sei. Das Wetter habe außerdem seinen Beitrag geleistet, ist sich Marcus Schreiber sicher. Der etwas durchwachsene Sommer habe dem Altoa in die Karten gespielt, weil es einige Schwimmer offensichtlich vorgezogen haben, ihre Bahnen im Innenbereich zu drehen. Ein weiterer Faktor: Die Saunalandschaft wird immer beliebter. 22.000 Gäste zog diese bisher an. „Das Thema Wellness und Gesundheit spielt bei uns eine immer größere Rolle“, meint der Altoa-Geschäftsführer.

Trotz der gestiegenen Zahlen gerate das Freizeitbad nicht an die Grenzen seiner Kapazität. Am Wochenende würde es aber hin und wieder etwas enger in den Becken werden.