Stendal l Würde der Weihnachtsmann von Kufen zu Rädern und von Rentier- zu Pferdestärken wechseln wollen, hätte er am Sonntag in der Nordwall Classic Garage sicher ein schnittiges Gefährt gefunden, das zu seinen repräsentativen Auftritten wunderbar passen würde. Denn unter dem Titel „Playboy – Autos hüben und drüben“ gab es zehn elegante Sportwagen aus der Zeit Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre zu sehen. Fünf von ihnen standen hinter der DDR-Fahne aufgereiht, fünf hinter der BRD-Fahne. „Ohne Mauer stehen Cabrios, Coupés und Roadster als komplette Kollektion aus Ost und West vereint nebeneinander“, freute sich Jörg Punzel, der die Sonderausstellung für den Adventsnachmittag des Vereins vorbereitet hatte. Auf der Ostseite standen zum Beispiel ein Wartburg 313 und ein Skoda 450 Felicia, auf der Westseite ein Mercedes Benz W 121 B II und ein VW Karmann Ghia.

Hintergrund der Schau war der 30. Jahrestag des Mauerfalls. Darum gab es als Bonus einen Trabant und einen VW Käfer, die unter dem Motto „Von Zwickau durch die Mauer“ unter einer Zeichnung standen, die eben dieses Bild gezeigt hat. Als „Mobilmacher“ der Deutschen in Ost und West haben beide Modelle ihren Platz in der Sonderschau verdient, so Jörg Punzel.

Musikalisches, Filmisches und ganz viele Gesp

Auch in diesem Jahr war das Interesse wieder sehr groß. Neben Oldtimerfreunden aus Magdeburg, Wernigerode, Bismark und Gardelegen nutzten viele Stendaler die Gelegenheit zum Besuch in der Classic Garage. Für die musikalische Unterhaltung sorgten Wilhelm Richter-Mendau am Keyboard und Rüdiger Laleike am Saxophon, zudem gab es im Clubraum eine Fotoschau über die Aktivitäten der vergangenen Monate und einen Film von der ADAC Sachsen-Anhalt Classic für Autos, die erstmals in der Ostaltmark ausgetragen wurde.

Bilder

Eine gute Zusammenarbeit des Vereins mit dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gibt es seit Jahren. Darum waren dessen Vertreter André Pasler und Dietmar Wunstorf mit ihren Frauen aus Hannover zum Adventsnachmittag nach Stendal gekommen. Einerseits, um sich die ausgestellten Oldtimer anzuschauen, andererseits, um bei Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und selbstgemachtem Glühwein über weitere gemeinsame Vorhaben ins Gespräch zu kommen. Die Versorgung hatten wieder des Vereinsfrauen übernommen.