Stendal l Noch wird fleißig an der Rathenower Straße gebaut. Mit Pflasterarbeiten geht es nun aber entlang des Sperlingsplatzes auf die Zielgerade. Eine Freigabe der Straße wird von der Verwaltung für Ende Oktober angepeilt, wie Pressesprecher Philipp Krüger auf Nachfrage mitteilt.

Doch ganz nach dem Fußballermotto „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ gehen die Bauarbeiten an der benachbarten Straße Schadewachten fast natlos weiter. Zumindest sollen noch in diesem Herbst die Bäume entlang der ehemaligen Prachtstraße gefällt werden, damit die Sanierung im kommenden Jahr beginnen kann.

Nach hitzigen Diskussionen bleibt Vieles wie

Nach intensiven Diskussionen über die Art und Weise der Sanierung fällte der Stadtrat im Dezember des vergangenen Jahres die Entscheidung zur Sanierung. Demnach soll auch künftig die Straße für Verkehrsteilnehmer in beide Richtungen gelten, es wird fahrbahnbegleitend geparkt werden können. Außerdem soll zur Sicherheit für Radfahrer ein Schutzstreifen auf dem Straßenbelag markiert werden. Als Fahrbahn ist ein Bitumbelag vorgesehen.

Im Stadtrat waren Varianten wie ein mittiges Parken, gesonderte Radwege und eine Einbahnstraßenregelung diskutiert und letztendlich verworfen worden.

Es ist erklärtes Ziel der Verwaltung, dass die Straßensanierung allerspätestens Mitte 2022 abgeschlossen sein soll. Ein gewichtiger Grund, dass der Termin eingehalten wird, ist die Ausrichtung des Sachsen-Anhalt-Tages, für den die Hansestadt im April die Zusage vom Land erhalten hat. Mittlerweile steht auch das genaue Datum fest. Das Landesfest soll vom 1. bis 3. Juli 2022 in Stendal gefeiert werden.

Fahrbahn soll etwas schmaler werden

Wenngleich sich nicht viel an der Straße ändern wird, so wird die Fahrbahnbreite auf neun Meter reduziert. Dabei sind an beiden Seiten je 1,5 Meter für Radwege vorgesehen. Die Gehwege werden einen halben Meter breiter. Für die Reduzierung war die Zustimmung der Feuerwehr erforderlich, die bestätigte, dass sie auch bei der neuen Variante genügend Platz hat, um im Brandfall mit dem Drehleiterfahrzeug operieren zu können.

Bei entsprechender Witterung soll ab März 2020 die Straße aufgerissen werden und zunächst eine neue Regenwasserkanalisation einschließlich neuer Hausanschlüsse installiert werden. Weitere Versorgungsleitungen für Trinkwasser, Gas und Strom sollen folgen. Wie üblich werden die Bauarbeiten auch wieder von Archäologen begleitet.

Das Ende der Tiefbauarbeiten ist für April 2021 geplant. Für den Bau der Straße inklusive der Bürgersteige und Grünanlagen ist dann noch etwa ein Jahr Zeit.

Baukosten wurden stetig teuerer

Nach einer aktuellen Schätzung geht die Verwaltung von Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro für das Projekt aus. Ein Drittel davon muss als Eigenanteil aus der Stadtkasse finanziert werden. Die Kosten haben sich erheblich erhöht. Mitte 2018 ging die Verwaltung noch von Kosten in Höhe von etwa 2,1 Millionen Euro aus. Hier spiegeln sich auch die gestiegenen Kosten im Bausektor wider. Ursprünglich sollte der Schadewachten bereits ab März 2018 saniert werden. Allerdings musste zunächst die Sanierung der benachbarten Rathenower Straße erfolgen. Das zog sich hin.