Stendal l Requisiteurin Madeleine Hauschild war auch gestern noch fleißig dabei, Kartons zu packen. Unter anderem verschwand ein Globus in einer der leeren Kisten. Verpackt werden musste viel in der Requisite. Und jede Kiste wurde ordentlich beschriftet. Denn vieles wird eingelagert, anderes muss für die kommenden Produktionen und laufenden Inszenierungen schnell zur Hand sein. „Im Sommer haben wir aber auch schon damit begonnen, Dinge auszusortieren“, berichtet Madeleine Hauschild. Allein in der Requisite seien dabei 40 Kubikmeter „Abfall“ angefallen.

Intendanz zieht an die Stadtseeallee

Aber auch in den Büros wurde der Umzug genutzt, die im Laufe vieler Jahre angesammelten Unterlagen und Papiere durchzusehen und „Altpapier“ zu entsorgen. Seit voriger Woche läuft der Umzug der Verwaltungsetage. Am vergangenen Freitag wurde das Büro von Intendant Wolf E. Rahlfs ausgeräumt, das Mobiliar zum IBA-Gebäude an der Stadtseeallee 1 gebracht. Dort haben in den kommenden Monaten Intendanz und Verwaltung, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturgie, Betriebsbüro und andere ihre Arbeitsplätze.

Als Ausweichquartier wird zudem das ehemalige Sportgeschäft an der Ecke Uppstall/Breite Straße genutzt, dort wird unter anderem eine Probebühne eingerichtet. Die Probebühne 2 kann weiter genutzt werden, denn das TdA-Gebäude an der Hallstraße (unten befindet sich die „Kulturkantine“) ist von der Sanierung nicht betroffen, auch das Theaterpädagogische Zentrum nicht. Genutzt werden zudem eine Lagerhalle am Langen Weg und die Werkhalle in Nord.

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„Geplant ist, dass das Haus an der Karlstraße bis Weihnachten weitestgehend leergezogen ist“, sagte TdA-Sprecherin Magdalena Burghardt auf Nachfrage. Im Haus bleibet über den Jahreswechsel nur noch das Personal, das für den Spielbetrieb notwendig ist. Denn natürlich lädt das Theater an den Weihnachtstagen und zum Jahreswechsel noch zu einem abwechslungsreichen Programm ein. Am 4. Januar geht es beim Neujahrskonzert „Im Walzerschritt ums Mittelmeer“, am 5. Januar sind Kinder noch einmal ins „Märchencafé“ eingeladen – dann schließt das Theater für die nächsten Monate.

Läuft alles nach Plan, sollen es elf Monate sein. Denn wenn die Bauarbeiten pünktlich im Januar starten, sollen sie im November abgeschlossen sein. In die energetische Sanierung werden zirka 4,5 Millionen Euro investiert, rund 2,8 Millionen Euro kommen als Fördergeld vom Land.

Einige Ausweichstätten

Auf Theater müssen die Stendaler und die Altmärker in dieser Zeit nicht verzichten, denn es gibt einige Ausweichspielstätten. Die erste Premiere werden „Tschechow-Variationen“ am 11. Januar in der „Kleinen Markthalle“ sein. Sie hat sich schon mit dem Stück „All das Schöne“ bestens als Spielort empfohlen. Weitere Spielstätten sind das Uppstall-Kino, der Klostergarten am Altmärkischen Museum, das Haus der Vereine, die Kunstplatte, die Grundschule Nord, das JFZ „Mitte“, die Salzkirche Tangermünde und die Stadionkneipe von Lok Stendal.

Die Theaterkasse muss ebenfalls umziehen – allerdings nur über die Straße. Ab dem 9. Januar wird sie in der Karlstraße 13, wo zuletzt ein Bügelservice war, zu finden sein. Bis zum 5. Januar ist die Kasse aber noch im Theater geöffnet.