Vogelgrippe

Tote Gans: Tiergarten in Stendal wegen Geflügelpest geschlossen

Bei einer verendeten Gans wurde die Vogelgrippe festgestellt. Die anderen Tiere wurden nun auf den Erreger getestet - bisher steht der Befund noch aus.

Von Antonius Wollmann

Stendal. Der Stendaler Tiergarten ist wegen der Geflügelpest geschlossen worden. Wie Stadtsprecher Armin Fischbach mitteilt, wurde am Dienstag eine verendete Wildgans auf dem Areal gefunden. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Stendal hatte am Mittwoch nach einer Untersuchung festgestellt, dass das Tier mit der Geflügelpest infiziert war.

Im Nachgang hat das Veterinäramt Proben von 20 Vögeln aus dem Bestand des Tiergartens entnommen, um herauszufinden, ob das Virus auch auf diese Tiere übergesprungen ist. Dabei handelt es sich unter anderem um Hühner, Enten und Fasane. Bis Donnerstagmittag lagen noch keine Ergebnisse vor. „Derzeit wissen wir noch nicht, ob der schlimmste Fall eintritt und Tiere getötet werden müssen“, so Fischbach.

Der Tiergarten habe bereits im Vorfeld jedoch weitgehende Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest veranlasst, beispielsweise eine Stallpflicht erlassen, berichtet der Stadtsprecher. In unmittelbarer Nähe zum Gelände des Tiergartens am Stadtsee verbringen zahlreiche Wildgänse das Frühjahr. Wie lange der Tiergarten geschlossen bleibt, ist noch unklar. Dies hänge von den ausstehenden Testergebnisse und von den Verfügungen des Veterinäramts ab, so Fischbach.