Fahrrad

Touristen bekommen in Tangermünde für E-Bikes kostenlosen Strom

Tangermünde ist noch ein Stück touristenfreundlicher geworden. Am Stadthaus wurde eine Ladestation für Elektrofahrräder in Betrieb genommen.

Von Rudi-Michael Wienecke 01.08.2021, 12:20 • Aktualisiert: 01.08.2021, 12:48
Jürgen Pyrdok (von links), Regine Schönberg und Carsten Birkholz nahmen die Ladestation für E-Bikes in Tangermünde in Betrieb.
Jürgen Pyrdok (von links), Regine Schönberg und Carsten Birkholz nahmen die Ladestation für E-Bikes in Tangermünde in Betrieb. Fotos: R.-M. Wienecke

Tangermünde - Carsten Birkholz von der Avacon hat ein Elektrofahrrad mitgebracht und demonstriert, wie einfach es geht: Schließfach öffnen, Akku an den Stecker hängen, Schließfach schließen - „und schon ist Zeit, um durch die Stadt zu bummeln, um Kaffee zu trinken oder ein Eis zu essen“, kommentiert Regine Schönberg, Chefin des Tangermünder Tourismusbüros. Damit macht sie gleichzeitig klar: So eine Ladesäule für E-Bikes ist nicht nur ein Service für durchradelnde Touristen, sondern gleichzeitig auch ein bisschen Wirtschaftsförderung für die Innenstadt. Schließlich hätten die Gäste so einen Grund mehr, um ein wenig in Tangermünde zu verweilen und hier auch ihr Geld auszugeben, und das Laden der Akkus dauere immerhin eine bis eineinhalb Stunden, schätzt Birkholz.

Schlüssel gibt es imTourismusbüro

Nun ist diese Station mit vier Anschlüssen in Betrieb, sie kann kostenlos genutzt werden. Die Schlüssel gibt es praktischerweise im nur wenige Meter entfernten Tangermünder Tourismusbüro, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und sonnabends und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Carsten Birkholz demonstriert die einfache Handhabung der Ladestation für E-Bikes in Tangermünde.
Carsten Birkholz demonstriert die einfache Handhabung der Ladestation für E-Bikes in Tangermünde.
Foto: R.-M. Wienecke

„Das ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von Hansering, Kommune und Unternehmen“, hebt Bürgermeister Jürgen Pyrdok (parteilos) hervor. Während vom Hansering die Initiative zum Bau ausging, kommt die Stadt für die Stromkosten auf und die Avacon finanzierte das rund 3000 Euro teure Projekt. Umgesetzt wurde es in kürzester Zeit. „Im Mai hatten wir das erste Mal im Wirtschaftsausschuss darüber gesprochen“, erinnert sich Birkholz, der als sachkundiger Einwohner in diesem Gremium sitzt. Nun, nach vier- bis sechswöchiger Lieferzeit, ist die Säule bereits in Betrieb. Damit sie auch rege genutzt wird, soll in den Publikationen zum Elberadweg auf sie hingewiesen werden.

Bei ihr handelt es sich übrigens um die zweite öffentliche Station in der Stadt. Im Zuge der Sanierung der Stendaler Straße ließ die Kommune nämlich bereits eine mit zwei Anschlüssen vor dem Geschäft des dortigen Fahrradhändlers installieren. Weitere seien erst einmal nicht geplant, wobei Regine Schönberg hervorhebt, dass auch private Tourismusakteure diesen Service anböten.