Stendal l Die Fahrt auf der Bundesstraße 189 zwischen Magdeburg und Stendal wird noch mehr zu einer Zerreißprobe für das Nervenkostüm eines Autofahrers. Neben dem Behinderungen entlang der Bauarbeiten für die A-14-Verlängerung kommt nun zusätzlich eine Vollsperrung zwischen Buchholz über Gohre und Dahlen bis zur Kreuzung B 188 vor den Toren der Hansestadt Stendal. Für die mehr als 20 Kilometer langen Umfahrungen ist mehr Zeit einzuplanen.

Vollsperrung bis November

Am  Montag, 9. September, als im Laufe des Tages die Verkehreinschränkung samt der Umleitungsstrecken eingerichtet wurden, gab es hin und wieder ein regelrechtes Chaos. Ausgelöst vor allem durch Brummis, die die Umleitung ab Lüderitz nicht beachteten und in Richtung Buchholz fuhren. Bei den Wendemanövern auf den engen Ortsdurchfahrten war das Geschick der Lkw-Fahrer gefragt, damit die Laster ohne Berührung aneinander vorbei kamen. Die Folge: Es bildeten sich Staus.

Im Verkehrsministerium gibt man sich zuversichtlich, dass sich die Verkehrsteilnehmer auf die Situation „umgehend einstellen werden“, so der Pressesprecher Peter Mennicke auf Volksstimme-Nachfrage. Für die Fahrbahnsanierung auf der B 189 investiere das Land insgesamt rund 1,84 Millionen Euro, damit der Abschnitt ab Buchholz auch künftig den Verkehrsbelastungen standhält. Neben den Straßenbauarbeiten werde gleichzeitig der Radweg entlang der vielbefahrenen Bundesstraße 189 instand gesetzt. Laut Planung sollen die Arbeiten Anfang November abgeschlossen sein.

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Umleitungen je nach Fahrtrichtung

Bereits vor der Vollsperrung wurde der Kreuzungsbereich Gohre/Dahlen saniert. Die Arbeiten dauerten knapp zwei Wochen, per Baustellenampel wurde der Fahrzeugverkehr geregelt. Nun ist seit Montag der zweite und größere Bauabschnitt an der Reihe, der in Richtung Stendal hinter Buchholz beginnt und bis zur Kreuzung der Bundesstraßen 189 und 188 reicht. Auf dem knapp 4,7 Kilometer langen Abschnitt sollen – wie zuvor an der Kreuzung bei Gohre – die Deck- und Bindeschicht knapp acht Zentimeter tief abgefräst und anschließend in gleicher Stärke neu aufgebaut werden.

Die Umleitungsstrecken verlaufen je nach Fahrtrichtungen unterschiedlich. Der Fahrzeugverkehr aus Richtung Magdeburg nach Stendal wird ab Lüderitz über die Landesstraßen 30 und 32 über Hüselitz und Heeren weiter zur B 188 geführt. In der Gegenrichtung verläuft die Umleitung ab der Bundesstraßen-Kreuzung auf der B 188 über Insel, und Nahrstedt bis Käthen, weiter auf der L 30 über Vinzelberg, Wittenmoor bis zum B-189-Abzweig Lüderitz. Für den Lieferverkehr nach Gohre ist zusätzlich für Lkw eine Umleitung eingerichtet (siehe Grafik).

Die normale Fahrtstrecke zwischen Lüderitz bis zur Kreuzung B 189/188 von etwa elf Kilometer verlängert sich durch die Umleitung in beiden Richtungen um jeweils rund zehn Kilometer.