Die Bewerbung

Der Bewerbungsbogen kann im Internet unter der Adresse www.buergerstiftung-stendal.de heruntergeladen werden. Bis zum 31. August muss er dann wieder bei der Stiftung sein. Das geht entweder per E-Mail an info@buergerstiftung-stendal.de, per Post an Altmärkische Bürgerstiftung Hansestadt Stendal, Postfach 101315, 39 553 Stendal oder als Fax an die Nummer 039397/97 29 51.

Stendal l Anstifter will sie sein, die Altmärkische Bürgerstiftung Hansestadt Stendal. Und deshalb hat sie in diesem Jahr zum bereits vierten Mal den Ideenwettbewerb ausgelobt. Bis zum 31. August hofft Vorstandsvorsitzender Jürgen Lenski auf ganz viele Anträge. Die Preisgelder im Gesamtwert von 5000 Euro steuert die Kreissparkasse Stendal bei, in deren Schulungszentrum am Freitag ein Pressegespräch stattfand. „Mitmachen können Menschen, Vereine und Institutionen“, zählte Lenski auf. Ausgeschlossen sind Projekte, die eigentlich vom Staat gefördert werden müssten, Parteien und Kirchen. Gesucht werden Ideen, mit denen ein völlig neues Projekt ins Leben gerufen wird, das auch von längerem Bestand ist.

Als positive Beispiele hatte Lenski Preisträger aus dem vergangenen Jahr eingeladen. Ein erster Preis war 2016 nicht vergeben worden, den zweiten Preis bekam der Verein „Ah! Land“ aus Vielbaum, Ortsteil der Gemeinde Aland. „Wir wollten eigentlich kein Verein werden, sondern nur den Tourismus im Bereich Osterburg, Seehausen und Wittenberge vernetzen“, sagte Annegret Spillner. Das sei aber immer dann schwierig gewesen, wenn es darum ging, Grenzen zu überwinden. Jede Kommune schaue auf sich zuerst. Die Idee des Vereins, der mittlerweile 23 Mitglieder zählt, ist es nicht nur, die Gemeindegrenzen zu überwinden, mit der Region Wittenberge geht man sogar aus der Altmark und nimmt die Prignitz mit.

Touristische Internetseite

„Dem Touri ist es doch egal, wo genau er gerade ist, aber er will wissen, wo er etwas Schönes sehen kann“, stellte Spillner fest. Und das kann er ab Anfang September auf der Internetseite des Vereins, für deren Erstellung das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro verwandt wurde. „Da gibt es dann eine Übersicht über Fahrradverleihe, Unterkünfte, Gastronomie und vieles mehr“, kündigte sie an.

Der dritte Preis war an den Stendaler Verein „Lebendige Steine“ gegangen, der den Kids­club und den Jugendclub Eckstein in Stadtsee betreibt. „Wir haben viele Kinder mit herausforderndem Hintergrund“, umschrieb Clubleiter Samuel Kloft. Er lobte aber die Mischung aus jungen Stendalern mit deutschem und Migrantenhintergrund sowie Flüchtlingen. Und gemeinschaftliche Erlebnisse wurden von den 1000 Euro Preisgeld finanziert. Es gab einen Ausflug zum Indoor-Spielplatz Maximax nach Magdeburg und in die Kurtherme Bad Wilsnack. Vom Rest der Summe wurde eine Tanzlehrerin engagiert, die für ein Gemeinschaftserlebnis im Club sorgte.

Musikprojekt finanziert

„Wir wollten zumindest einen Teil des nicht vergebenen Preisgeldes für den Ersten verteilen und haben drei Anerkennungspreise in Höhe von 500 Euro vergeben“, sagte Lenski. Einen davon bekam die Stendaler Migranteninitiative, kurz Stemi. Das Projekt, das Venus Keppler, vorstellte, heißt „Blume der Vielfalt“, wobei sich das Wort Blume aus den Anfangsbuchstaben von Bildung, Leidenschaft, Unterstützung, Musik und Engagement zusammensetzt. Mit Musik hat die Initiative, die sich demnächst als Verein gründen will, eine elektrische Gitarre und ein E-Schlagzeug besorgt und am vergangenen Wochenende in Wolmirstedt schon ein erstes Konzert gegeben. Den ersten Auftritt in Stendal wollen die Stemi-Musiker während der Interkulturellen Woche haben.