Verkehrskonzept

Wie sich Straßen in Stendal ändern sollen

Mehr Sicherheit, barrierefreie Straßenquerungen, Verkehrsberuhigung - das und mehr soll mit den Verkehrskonzepten erreicht werden.

Stendal l Der Straßenzug Westwall/Knochenstraße und die Einmündung zur Petrikirchstraße ist einer der Knotenpunkte, für den die Verfasser des Integrierten Verkehrskonzeptes Stendal-Altstadt Handlungsbedarf sehen und eine Vereinfachung anregen. In dem umfangreichen Papier werden auch konkrete Vorschläge formuliert: Die jetzt mit neun Metern relativ breit bemessene Fahrbahn sollte auf eine Fahrbahnbreite von sechs Metern reduziert werden, im Westwallabschnitt ebenso wie in der Knochenstraße. Der dadurch gewonnene Platz würde Raum für Längsparkplätze an der Knochenstraße bieten. Zudem sollte der Einmündungsbereich von Knochenstraße und Petrikirchstraße verengt werden.

Aktuell ist der Bereich recht weit gefasst, was das Queren der Knochenstraße beziehungsweise der Petrikirchstraße erschwert und Autofahrer zu höheren Geschwindigkeiten einlädt. Vorgeschlagen wird, die Nebenanlage an einer Seite auszudehnen und das Areal zu begrünen.

Im Verkehrskonzept für die Stendaler Altstadt wird der Straßenzug Westwall/Knochenstraße im Zusammenhang mit der Stadtseeallee betrachtet, vor allem deren Abschnitt zwischen Moltkestraße und Westwall als wichtige Verbindung zwischen dem Stadtseegebiet und der Altstadt. Die Überlegungen dabei beziehen sich unter anderem auf Verbesserungen für den Radverkehr und darauf, die derzeit vorhandenen Senkrechtparkplätze zu entfernen, den Bereich zu begrünen und als Wartefläche für die dortige Bushaltestelle zu gestalten.

Weitere Maßnahmen, die im Konzept vorgeschlagen werden, sind eine umfassende Umgestaltung der Kreuzungsbereiche am Schützenplatz und am Nachtigalplatz, mehr Attraktivität für die Radverkehrsverbindungen Uchtewall/Mönchskirchhof/Birkenhagen und Prinzenstraße/Am Dom/Karlstraße sowie ein Nutzungskonzept für den Straßenzug Nordwall.

Das Integrierte Verkehrskonzept Altstadt und das Radverkehrskonzept können noch bis Mitte September von Bürgern eingesehen werden, per Internet über die Stadtseite oder direkt im Planungsamt (siehe Infokasten). Wenn Vorschläge, Kritiken und Meinungen eingearbeitet wurden, soll es noch einmal eine öffentlichen Debatte geben.

Wie war denn bisher das Interesse? „Das Angebot wurde bisher von einer Aktionsgruppe angenommen. Es hat sich ein sehr interessantes Gespräch zum Radverkehrskonzept ergeben“, teilte André Projahn, Mitarbeiter im Büro des Oberbürgermeisters, auf Nachfrage mit. Die schriftlich übergebenen Anregungen und Vorschläge werden jetzt „in der Abwägung zum Konzept behandelt und einige werden an verschiedenen Stellen Eingang in das Konzept bekommen“, so Projahn. Für diesen Monat sei zudem ein weiteres Gespräch mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub und dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub geplant.