Stendal l Der Neubau des Stendaler Winckelmann-Museums wird voraussichtlich erst im Dezember fertig werden. Dies teilte die Stadt Stendal als Bauherr des Museums auf Anfrage mit. Bisher war als Fertigstellungstermin der September genannt worden.

Ursprünglich sollte das neue Museum sogar bereits am 26. Mai fertig sein, als mit einem großen Festakt der 300. Geburtstag von Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) feierlich begangen wurde.

Ausschreibungen mussten wiederholt werden

Nach Angaben von Stadtsprecher Philipp Krüger sind die neuerlichen Verzögerungen darauf zurückzuführen, dass Ausschreibungen für Bauleistungen neu ausgeschrieben werden mussten. „Wir haben teilweise keine oder aber auch überhöhte Angebote bekommen“, sagte Krüger. Die große Auslastung der Baufirmen mache sich da bemerkbar.

„Ich bin von den Entwicklungen auch etwas überrascht“, sagt Max Kunze, der Präsident der Winckelmann-Gesellschaft. Vor etwa zehn Tagen habe er von den neuerlichen Verzögerungen erfahren. Die Stadt als Eigentümerin des Hauptgebäudes koordiniert den Neubau.

Kunze ist zuversichtlich, dass der Bau bis zum 9. Dezember fertig sein wird, dann trifft sich in Stendal – wie jedes Jahr zu Winckelmanns Geburtstag – die Gesellschaft zu einer Mitgliederversammlung und zu weiteren Veranstaltungen.

Die neue Dauerausstellung werde schon im August fertig sein, sagt Professor Kunze. Die werde auf jeden Fall von der großen Zahl an Mitgliedern, die erwartet werden, angesehen werden können. Bis dahin gebe es im Jubiläumsjahr aber ohnehin noch einige Veranstaltungen, so einen größeren Kongress in Paris.

Haseloff will bei Eröffnung dabei sein

Dass die Museumseröffnung sich weiter hinausziehe, dass sei auch schon dem Kultusministerium mitgeteilt worden und auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wisse Bescheid, so Kunze. Haseloff habe schon vor Längerem seine Zusage gegeben, bei der Eröffnung dabei sein zu wollen.

Auch wenn es zu neuerlichen Verzögerungen gekommen und es für die beiden zurückliegenden Jubiläumsjahre nicht gelungen sei, das Museum fertig zu bekommen, so ist die Vorfreude bei Kunze dennoch groß: „Das wird ein tolles Ding.“