Tangerhütte l Die Beteiligung an der ersten Vorstellung des neuen Projektes „ Jugend und Beruf im Landkreis Stendal“ war eher übersichtlich. Neun Interessierte waren gekommen, um sich die Idee, in den kommenden Jahren ein Netzwerk aus regionalen Unternehmen und Gewerbetreibenden und der Koordinatorin des Projektes zu schaffen, anzuhören.

Rund 270 Gewerbetreibende in der Region hatten Berufslotse Anka Klawitter und Projektkoordinatorin Eileen Wolf-Köppe vom Jugendclub angeschrieben, die Briefe zum Teil sogar persönlich ausgetragen, allerdings kamen auch ein paar zurück.

Heimische Firmen eingeladen

Ziel sei es, ein zusätzliches Angebot zur Berufsorientierung und Berufsfindung zu schaffen, das Schülern (anvisiert sind vor allem die bis 15 Jahre) einen Zugang zu heimischen Unternehmen und ein Hierbleiben in der Region ermöglichen soll. Dabei gehe es nicht nur um Praktika und Ausbildungsstellen, sondern auch darum, mit Menschen ins Gespräch kommen zu können, die bereits in bestimmten Berufsfeldern tätig sind.

„Jugend und Beruf im Landkreis Stendal“ wird künftig über eine Netzwerkstelle beim Verein „KinderStärken“ in Stendal betreut. Tangerhütte sei die erste von neun Planungsräumen, die mit dem neuen Projekt loslege, machte Eileen Wolf-Köppe deutlich. Vieles müsse sich erst finden.

Mit jungen Leuten ins Gespräch kommen

Eine erste Idee, die von den anwesenden Gewerbetreibenden und Unternehmensvertretern gut aufgenommen wurde, war der Vorschlag, eine eigene, regionale Berufsmesse in Tangerhütte auf die Beine zu stellen. Im Kulturhaus könnten sich dabei Unternehmen präsentieren und mit jungen Leuten ins Gespräch kommen.

Angedacht ist derzeit der 25. Januar 2020. Am 9. Januar ab 18.30 Uhr soll es im Kulturhaus nochmal ein vorbereitendes Treffen geben, zu dem alle Unternehmen eingeladen sind. Das Traditionsunternehmen TechnoGuss plane im kommenden Jahr auch eigene Workshops und Kennenlernangebote für interessierte Jugendliche, erklärte Ausbildungsleiter Mathias Gänger.

Anka Klawitter wird Jugendliche in Schulen, an Treffpunkten und wenn nötig auch an Bushaltestellen aufsuchen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, hieß es an dem Abend. Wer sich noch vor der geplanten Messe mit der Berufslotsin in Verbindung setzen möchte, weitere Anregungen hat oder auch direkt unterstützen möchte, kann sich per E-Mail unter jugendclub@tangerhuette.de melden.