Sandauerholz/Werben l In den Sommermonaten bestimmen die radelnden Touristen das Bild auf dem Elberadweg. Der auf dem Territorium der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck liegende Abschnitt zwischen Arneburg und Werben über Büttnershof und Berge wird aufgrund seiner idyllischen Lage von den Pedalrittern gelobt.

Das taten auch Finn Mose-gaard und seine Frau Tove aus der dänischen Stadt Silkeborg. Beide legten gestern Vormittag einen Stopp in Werben ein und tankten ein wenig Energie für die bevorstehenden Kilometer bis Wittenberge, dem gestrigen Zielort der beiden Dänen, die vor einer Woche in Dresden gestartet sind, um den Elberadweg in Richtung Norden zu befahren. Im Gutshaus Büttnershof genächtigt, nahmen sie am Freitagvormittag den Abschnitt an der Alten Elbe ins Visier. „Eine sehr schöne Strecke“, waren sich die beiden einig. Insgesamt schätzten sie den Weg von Dresden an als reizvoll und sehr gut befahrbar ein. Auch mit den Übernachtungen hätte alles problemlos geklappt. Einige Stunden vor dem Ziel informierten sich Mosegaards im Internet bei den entsprechenden Betten-Anbietern und erhielten stets eine positive Antwort. „Das hat gut funktioniert.“ In Wittenberge ist erst einmal Schluss, dann geht es mit dem Zug nach Hamburg.

Mit der Sandauer Fähre setzten gestern Jan Pufelski und Lisa Luna über, um den Elberadweg südwärts von Büttnershof in Richtung Tangermünde kennenzulernen. Seit Dienstag sind die beiden Potsdamer unterwegs. „Es macht sehr viel Spaß“, sagt Lisa (28), die gebürtig aus New Mexico stammt und sich in der Wochenmitte aufgrund der Hitze auch in den US-Bundesstaat versetzt sah. „Es war schon sehr heiß.“ Aber genügend Proviant inklusive Wasserflaschen führen die beiden Radfans mit sich. Beide ziehen das mitgeführte Zelt der Pension vor. Genügend Gelegenheiten, dieses aufzubauen, sind vorhanden. An ihren ersten drei Tagen radelten sie den Havelradweg entlang, der über Havelberg endet. Eine lohnenswerte Strecke, ziehen die beiden bisher ein positives Fazit. Sehr gut ausgebaut und ebenso beschildert. Und: „Sehr viele Badestellen gab es unterwegs“, blickt Jan (29) zurück. Seit Freitag befinden sich die Potsdamer auf dem Elberadweg, ihr Ziel gestern hieß Bittkau. Wenn die Temperatur wieder jenseits der 30 Grad-Marke klettert, „dann machen wir halt eine längere Siesta“, weiß Jan, der die Tour als Erlebnisreise einordnet. Vielen Pedalrittern sind beiden bisher nicht begegnet. „Es war schon recht ruhig.“ Die Landschaft und Natur eignen sich jedenfalls wunderbar, um mal abzuschalten. Beide wollen bis nach Magdeburg fahren - dann gehts zurück nach Potsdam.

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