Seehausen l Der Baumarathon an der B 246a in Seehausen gilt erst seit gestern als offiziell beendet. Mit großem Bahnhof ist das rund 700 Meter lange Teilstück, das binnen neun Monaten ausgebaut wurde, Freitagvormittag von Landrat Hans Walker und dem Präsidenten der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, mit einem symbolischen Scherenschnitt offiziell eingeweiht worden.

Mit der Freigabe ist seit 2009 die gesamte innerörtlich verlaufende Bundesstraße einmal komplett grundhaft erneuert worden. Insgesamt wurden hierfür in den vergangenen sieben Jahren 6,5 Millionen Euro verbaut.

2,1 Millionen Euro hat die Stadt in die Sanierung der gesamten Ortsdurchfahrt einschließlich dem Kreisverkehrausbau sowie Sanierung beziehungsweise der Umverlegung der Gewässer zweiter Ordnung investiert. Rund 1 089 000 Euro wurden gefördert. Weitere 100 000 Euro trägt das Land. 3,7 Millionen Euro kamen vom Bund. Ebenfalls mit im Boot saß der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV).

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Er investierte in dieser Zeit 500 000 Euro. Allein in den letzten B246a-Abschnitt flossen für den Neubau eines Schmutzwasserkanals im Bereich Bahnhofstraße, Am Thie und Paulsweg TAV-Mittel in Höhe von 200 000 Euro. Weitere 130 000 Euro in die Erneuerung der Trinkwasserleitung im Baubereich. „Im Jahr 2017 wird mit dem Ausbau der Landstraße L24 die letzte Etappe des zentralen Abwasseraufschlusses in Seehausen begonnen. Die Ringstraße wird als Gemeinschaftsvorhaben mit der Landesstraßenbaubehörde und der Stadt ausgebaut“, kündigte gestern TAV-Geschäftsführerin Vinny Zielske an.

Mitte März war in der Bördegemeinde mit dem grundhaften Ausbau des rund 700 Meter langen Abschnittes begonnen worden. Die Vollsperrung rund um die Großbaustelle konnte bereits Ende November, und damit ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant, aufgehoben werden.

„Eigentlich sollte nur bis September gebaut werden. Dank den Planern, Bauleuten und des Wetters konnten wir das Vorhaben zügig und ohne Winterbaustelle beenden“, betont Uwe Langkammer, der zur Inbetriebnahme stellvertretend für Bauminister Thomas Webel gekommen war.

Während die eine B246a-Buckelpiste in Seehausen nun endlich Geschichte ist, verlangt nur einen Katzensprung weiter schon die nächste nach einer Verjüngungskur. Doch mehr als Flickschusterei ist auf der L24 in Dreileben, über die sich mit der Vollsperrung in Seehausen ein Großteil des Umleitungsverkehrs geschlängelt hatte, darunter auch der tonnenschwere Rübenernte-Lkw-Verkehr, derzeit nicht drin.

Seit Donnerstag wird hier auf rund 300 Metern die mehr als marode Decke abgefräst und eine neue Schicht aufgebracht. Das Bauende der rund 50 000 Euro teuren Aktion wird für Dienstag, 15. Dezember, angekündigt.

„Hierbei handelt es sich um eine reine Reparaturmaßnahme. Die Strecke müsste dringend grundhaft ausgebaut werden“, empfiehlt Christoph Feest von der Straßenmeisterei.

Das sieht auch Hartmut Pöhlert, Regionalbereichsleiter Mitte der Landesstraßenbaubehörde, so: „Die Straße wird mit in die Planung aufgenommen. Hierfür müssen sich wieder alle Partner, der TAV und die Stadt, an einen Tisch setzen. Derzeit können wir in Dreileben auf der L24 nur versuchen die Straßenverkehrssicherheit herzustellen in dem wir punktuell sanieren und eine neue Deckschicht aufbringen.“

Wie langwierig sich der Weg zwischen Bauplanung und Baustart gestalten kann, daran erinnerte sich gestern kurz Seehausens Ortschef Eckhard Jockisch. „Als 2002 mit der Planung um die B246a-Sanierung begonnen wurde, war ich erst zwei Jahre lang im Bürgermeisteramt. Der Startschuss fiel dann 2009. Jetzt mit dem B246a-Bauende bin ich schon seit 16 Jahren im Amt.“