Langenweddingen l Zu einer Dankeschönveranstaltung hatte die Spitze der Arbeitsgemeinschaft „Willkommen im Sülzetal“ die ehrenamtlichen Helfer in das Pfarrhaus nach Langenweddingen eingeladen. Etwa 40 Männer und Frauen aus allen Orten der Einheitsgemeinde Sülzetal kümmern sich seit dem vergangenen Jahr um Migranten, die in der Gemeinde leben. Ihr Schwerpunkt der Arbeit liegt zurzeit auf der Betreuung der etwa 120 Kriegsflüchtlinge aus Syrien, die der Landkreis Börde im ehemaligen Rasthof Körling bei Schwaneberg untergebracht hat. Das Kirchspiel „Im Sülzetal“ hatte die Helfer zu dieser Dankeschönveranstaltung mit Speisen und Getränken eingeladen.

„Wir können uns bei uns selbst bedanken, dass wir uns gefunden haben“, begrüßte Sülzetal-Pfarrer Raimund Müller-Busse, der zusammen mit dem Langenweddinger Gerald Stöter an der Spitze der Arbeitsgruppe „Willkommen im Sülzetal“ steht, seine Mitstreiter und stieß mit ihnen mit Sekt oder Orangensaft gefüllten Gläsern auf ein erfolgreiches Jahr an. Wie der Pfarrer weiter sagte, hätten sich die Einwohner in der Arbeitsgruppe gefunden, um eine Aufgabe zu erfüllen. Nämlich Menschen zu helfen, „die aus aller Herren Länder zu uns gekommen sind“. Im Fall der Einheitsgemeinde Sülzetal vor allem Syrer, die vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Deutschland geflüchtet seien. Nicht nur diesen Menschen würde die Hilfe gut tun. Auch die Helfenden selbst hätten ein gutes Gefühl bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit, nämlich das, „gebraucht zu werden“. Müller-Busse hielt es mit einem Zitat von Erich Kästner, der einmal sagte: „Tue Gutes und rede darüber“. Wenn sich die Arbeitsgruppe mit ihrem Wirken für die Asylbewerber in der Öffentlichkeit darstelle, würden sich womöglich weitere Menschen dazu bewogen fühlen, sich den Ehrenamtlern anzuschließen. Der Pfarrer wünsche sich, dass die Arbeitsgruppe auch 2016 zusammen bleibe und ein behütetes Jahr habe. Zudem wünsche er „unseren Freunden vom Körling, dass sie eine neue Heimat finden oder in ihre alte zurückkehren“.

Pfarrer Raimund Müller-Busse konnte an diesem Abend im Langenweddinger Pfarrhaus nach fast sechs Monaten Krankheit auch wieder Sülzetal-Bürgermeister Jörg Methner (SPD) bei einem offiziellen Termin begrüßen. „Wir haben dich vermisst“, begrüßte Müller-Busse den Bürgermeister in den Reihen der Arbeitsgemeinschaft. Wie der Pfarrer auch sagte, habe der Bürgermeister in Hauptamtsleiter René Kellner einen würdigen Vertreter gehabt, der sich in der Arbeitsgemeinschaft von seiten der Gemeindeverwaltung aus sehr gut engagiert habe.

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„Ich möchte mich bei Ihnen für Ihr ehrenamtliches Engagement in der Arbeitsgruppe ‚Willkommen im Sülzetal“ sehr herzlich bedanken“, sagte Bürgermeister Jörg Methner. Wegen seiner Krankheit habe Methner das Wirken der Arbeitsgruppe nur aus der Ferne verfolgen können, er wäre gerne hautnah dabei gewesen. Methner sicherte weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu. „Wir brauchen Sie, allein können wir diese Aufgabe nicht bewältigen“, machte der Bürgermeister deutlich. Außerdem habe die Gemeinde Sülzetal im Jahr 2016 viele Aufgaben zu bewältigen, die es nach einer Prioritätenliste abzuarbeiten gelte.