Großbrand

60 Kameraden aus drei Gemeinden kommen in Dreileben-Bahnhof zum Einsatz

Feuerwehren aus drei Gemeinden löschten einen Großbrand in Dreileben-Bahnhof.
Feuerwehren aus drei Gemeinden löschten einen Großbrand in Dreileben-Bahnhof. Foto: Christian Besecke

Dreileben

cc

In der Nacht zum Freitag hat der Großbrand eines leerstehenden Hauses in Dreileben-Bahnhof die Feuerwehren von gleich drei Gemeinden in Atem gehalten. Das Feuer war vom Lokführer eines vorbeifahrenden Zuges gegen 2.30 Uhr entdeckt und gemeldet worden.

Zuerst vor Ort waren die Kameraden aus Bornstedt (Hohe Börde), danach folgten Dreileben (Wanzleben), Druxberge, Drackenstedt und Eilsleben/Ummendorf (Obere Aller) mit dem Drehleiterfahrzeug und Klein Wanzleben. Insgesamt 16 Feuerwehrfahrzeuge und 60 Kameraden waren dabei im Einsatz. Die Wehren aus Seehausen und Remkersleben konnten nicht eingreifen, da nicht genug Personal zur Verfügung stand.

„Als die ersten Kameraden vor Ort waren“, stand schon die rechte Seite des Daches in Flammen“, beschreibt Einsatzleiter Mario Finke aus Dreileben. Die benachbarte Landesstraße 24 musste bei dem Einsatz voll gesperrt werden und das blieb die Straße auch bis etwa 6.30 Uhr.

Für die Einsatzkräfte war es zunächst darum gegangen, dass die Flammen nicht auf benachbarte Gebäude übergreifen. Der Großbrand erforderte den Einsatz von 50 Kubikmetern Wasser und Netzwasser. Bei Letzterem sorgt ein Zusatz zum Löschwasser für die Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers.

Gegen 5.30 Uhr war das Feuer dann unter Kontrolle und etwa um 10 Uhr war es endgültig gelöscht.

Im Zuge der Löschma0nahmen kamen auch Atemschutzgeräteträger zum Einsatz, die das Erdgeschoss nach eventuellen Personen durchkämmten. Das Obergeschoss sei von der Drehleiter aus betrachtet worden. „Angesichts der großen Zerstörungen in diesem Stockwerk, war hier der direkte Einsatz von Kameraden nicht möglich“, berichtet der Einsatzleiter. Dennoch könne damit erst einmal ausgeschlossen werden, dass Personen zu Schaden gekommen sind.

Neben Mario Finke kamen Andreas Beinroth (Eilsleben) und Benjamin Bode (Klein Wanzleben) als Teilabschnittsleiter zum Einsatz.

Weiter berichteten die Wehrleute von einer großen Rauchentwicklung bei dem Brand. Die Polizei war gleich mehrfach am Einsatzort und auch Mitarbeiter des Umweltamtes, des Ordnungsamtes und des Bauamtes haben ihre Ermittlungen aufgenommen.

Der Brand ist nach Polizeiangaben vermutlich auf einen technischen Defekt im Keller zurückzuführen. Das Haus an sich wird gesperrt, da ein ungehindertes Betreten mit Lebensgefahr verbunden ist.

Im Zuge der Sperrung der Landesstraße fuhr auch der Schulbus, der die Kinder und Jugendlichen aus der Umgebung eigentlich zum Gymnasium nach Wanzleben bringen soll, nicht. Jedenfalls warteten die Kinder in Ummendorf vergebens.