Unterstützung kam auch vom Interkulturellen Zentrum der Magdeburger Uni

Ausleber Schüler sammeln für ein Graffiti-Projekt alte Schuhe

Von Angelika Höde

Ausleber Schüler haben in den zurückliegenden Wochen Schuhe gesammelt und sich damit das Geld für ein Graffiti-Projekt verdient. 250 Paar sind zusammengekommen. Die Aktion wird fortgesetzt.

Ausleben l Die Idee hatte der Ausleber Schulsozialarbeiter Christian Grabow. Er wollte Mädchen und Jungen der Ausleber Sekundarschule "Thomas Müntzer" für ein Projekt gewinnen, bei dem die Jugendlichen gleichzeitig helfen, etwas verdienen und noch etwas lernen. Und das hat auch geklappt.

Im Mittelpunkt dieses Projekts standen alte Schuhe. Die wurden von den Jugendlichen eifrig gesammelt und in die Schule gebracht. "Schuhe, die hier nicht mehr genutzt werden oder nicht mehr passen, finden in anderen Ländern noch dankbare Träger und helfen im Winter", so der Schulsozialarbeiter, der dafür unter anderem den Kontakt mit einer Wulferstedter Firma aufgenommen hat, die die Schuhe sammelt und "für einen geringen Betrag", hauptsächlich nach Afrika sowie Winterschuhe vor allem nach Osteuropa verkauft. Und die den Sammlern Pro Kilogramm 40 Cent zahlt.

Schnell haben sich in der Ausleber Sekundarschule die ersten "Schuh-Säcke gefüllt. Doch da es mindestens 50 Kilogramm werden sollten, hat sich Grabow noch Unterstützung beim Interkulturellen Zentrum der Magdeburger Universität geholt. Auch hier wurden nun fleißig alte Schuhe gesammelt, die die Schulsprecher Kim Schädler und Pascal Himmstedt gemeinsam mit dem Schulsozialarbeiter aus Magdeburg abgeholt haben.

So standen nun Säcke mit mehr als 250 Paar Schuhen auf dem Schulhof, als Ingo Böhme und Ina Klietz von der Wulferstedter Firma mit einem Transporter angefahren kamen, um das Sammelergebnis abzuholen. An Bord war auch eine Waage, die die spannende Frage beantwortete, wieviel Kilogramm es geworden sind. Es waren 138.

"Mit den 55Euro, die wir dafür bekommen haben, wollen wir im nächsten Jahr ein Graffiti-Projekt in der Schule beginnen", so der Schulsozialarbeiter: "Wir konnten also helfen und die Jugendlichen haben zudem gelernt, dass mit solchen Aktionen die Umwelt weniger belastet wird, weil Rohstoffe gespart werden. Zudem haben sie etwas Geld verdient."

Und deshalb wollen die Schüler dieses Projekt auch noch nicht beenden. "Wir sammeln weiter", sagte beispielsweise die 14-jährige Chiara Melichar, die zum bisherigen Ergebnis eine Menge beigetragten hat. "Fast jeden Tag kam Chiara mit einem Beutel Schuhe in die Schule", so Christian Grabow. "55 Euro sind ein schöner Anfang, doch für das Graffiti-Projekt kann gern noch etwas hinzu kommen", sagt der Schulsozialarbeiter: "Wer also unsere Schüler dabei unterstützen möchte, kann dies noch weiter durch die Abgabe von alten Schuhen tun."