Osterweddingen l Klipp und klar, mit knappen Worten, auf den Punkt gebracht, fasste der Vorsitzende des Radsportvereins Osterweddingen, Siegfried Kindler, seinen Standpunkt zur Verfassung der Turnhalle in Osterweddingen in der Sitzung des Ortschaftsrats zusammen: „Kämpft darum! Zu oft schon ist der Kelch an uns vorbeigegangen! Wir brauchen eine neue Turnhalle!“

In Osterweddingen gebe es zwei Sportvereine, argumentierte Kindler weiter. Den Osterweddingener Sportverein (OSV) und den Radsportverein Osterweddingen (RSV). Erstere habe über 500 Mitglieder, zweiterer über 300. Dies bedeute, das in der Summe rund 14 Prozent der Einwohner Osterweddingens in einem der beiden Sportclubs Mitglied seien. Aus diesem Grund müsse „etwas passieren, um den unhaltbaren Zustand der Turnhalle zu verbessern“.

Fahrer aus Nationalmannschaft erwartet

„Am Sonnabend, 24. August, startet in Osterweddingen zum 23. Mal das Rennen ,Rund in Osterweddingen‘ mit internationalen Radsportgrößen und auch Fahrern aus der deutschen Nationalmannschaft“, erklärte Kindler den Osterweddingener Ortschaftsräten, „wir können froh sein, dass wir unseren Gästen zumindest kaltes Wasser zum Waschen und Duschen in den Sanitätsbereichen der Turnhalle anbieten können.“ Er erwarte vom Ortschaftsrat, das sich hier etwas tue. „Wir brauchen hier dringend eine Veränderung“, ärgerte er sich, „bei dem Leistungsvermögen unserer Sportler hier vor Ort in Osterweddingen sollten wir das angehen – auch im Interesse aller Bürger, denn der Radsport ist für Osterweddingen ein Aushängeschild.“

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Die Bürgermeisterin Osterweddingens, Birgit Wasserthal, griff diese Aufforderung Kindlers auf: „Auch unser Sportverein sollte sich an der Initiative für eine neue Turnhalle beteiligen.“

Der Vorsitzende des OSV, Marco Falkenberg, ließ das Thema nicht lange ruhen. Auch er sagte, dass der OSV auf „die Halle abangewiesen ist. Ob es Tichtennis-Spieler sind, die hier in der Halle bei uns trainieren wollen oder die Mitglieder der allgemeinen Sportgruppen, die hier ihren sportlichen Aktivitäten nachgehen, alle brauchen dazu auf jeden Fall anständige Trainingsbedingungen.“

Halle sehr klein für Fußballer

Auch die Fußballer würden gern in der kalten Jahreszeit die Halle nutzen, leider sei sie aber sehr klein. Sie habe gerade mal die Größe eines Volleyballfeldes und sei auch nicht mehr ansehnlich. Falkenberg: „Wir haben immer öfter, mit Problemen zu kämpfen. Ein Vorzeigeobjekt für die Gemeinde Sülzetal ist das beileibe nicht.“

Der Sportverein würde gern den Einwohnern der Gemeinde noch viel mehr sportliche Aktivitäten anbieten, aber einerseits seien die Hallenzeiten alle ausgebucht, da nur eine Sportgruppe die Halle nutzen kann, andererseits sei der Sportverein mit der Größe der Halle sehr eingeschränkt. Falkenberg: „Ein vernünftiges Training für die Fußballer unseres Vereins ist hier überhaupt nicht möglich. Sie versuchen so lange wie möglich draußen, zu trainieren. Hier muss was passieren.“

Dringender Handlungsbedarf

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, Jörg Methner, weiß um die Sanierungsbedürftigkeit der Turnhalle Osterweddingens. „Hier besteht dringend Handlungsbedarf.“ Hier sei es die Gemeinde den Kindern, Eltern, Lehrern und Vereinen schuldig, bessere Bedingungen zu schaffen. Die Gemeinde werde hier handeln. Methner: „Ich unterstreiche: Wir werden alle dabei mitnehmen! Der Gemeinderat hat mich bereits damit beauftragt, die Planungsleistungen für die Turnhalle vorzunehmen.“ Sobald er die Fakten auf dem Tisch habe, werde er dem Gemeinderat dazu Vorschläge machen.“