Altenweddingen l Zum Abschluss und als Höhepunkt einer Schultanzwoche feierte die Inklusive Grundschule Altenweddingen am vergangenen Donnerstag die Titelverleihung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. „Wir freuen uns riesig, dass wir damit wieder eine Grundschule in unserem Netzwerk begrüßen können“, sagte die Landeskoordinatorin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, Cornelia Habisch, in ihrer Festrede.

Schon im Vorfeld hätten sich die Kinder im Rahmen von Unterrichtseinheiten zum sozialen Lernen mit den Themen Vielfalt und Ausgrenzung auseinandergesetzt. Zudem gab es in den vergangenen Tagen als Projekt die Schultanzwoche für eine starke Gemeinschaft unter dem Motto „Wir bewegen was!“. Die Aufnahme ins Netzwerk sei der verdiente Lohn für dieses Engagement und Anreiz, sich weiter gegen Rassismus einzusetzen, so die Landeskoordinatorin.

Tanz enthält Aspekte der Toleranz

„Nicht jeder kann alles, aber jeder kann etwas – genau das haben wir unseren Schülern mit der Projektwoche Tanzen verdeutlicht“, erklärte die Leiterin der Grundschule Altenweddingen, Ute Ellert. Gerade Tanzen beinhalte viele Aspekte, die bei der Toleranz eine zentrale Rolle spielen. Jetzt gehöre die Grundschule Altenweddingen zu dem Netzwerk und habe sich somit verpflichtet, einmal pro Jahr solch eine Projektwoche im Zeichen der Toleranz zu organisieren. „Alle Schüler haben den heutigen Tag ernst genommen und sich bei den Tänzen richtig angestrengt.“

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Schulsozialarbeiterin Kathrin Stempel freute sich über den gelungenen Abschluss in der Turnhalle, bei der die Kinder die Projektwoche vorstellten und alle Gruppen ihre Tänze vorführten. „Das war ein rundherum gelungenes Projekt. Tanzen und Bewegen, miteinander Gestalten und soziales Interagieren – all das hatten wir dabei, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, ESF.“

Abschluss in der Turnhalle

Auch die Eltern in der Halle waren begeistert. „Das war eine Supersache“, meinte Mutter Ramona Stang. Ihr Sohn Milan ergänzte sie kurz und knapp: „Einfach vollcool!“ Für den Vater von Chantall Beer, Daniel Beer, war „das Thema Toleranz einfach absolut wichtig. Toll, dass sich hier unsere Schule so engagiert“.

Überwältigt war Enrico Viohl von der Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ in Haldensleben, die die Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unterstützt. „Gemeinschaftsgefühl stärken, das ist plakativ immer schnell gesagt, aber genau das zu leben, heißt dann auch, sich damit auseinanderzusetzen, es zu hinterfragen, in sein Leben einzubauen.“

Paten halten Projekt am Leben

Damit nach der Projektwoche der Geist des Netzwerks weiterhin in den teilnehmenden Schulen lebt, haben sie Paten. In Altenweddingen gibt es davon gleich zwei, Luisa Hellwig und Martin Rietsch. „Wenn man den Titel einmal bekommen hat, so ist dies kein Wanderpokal. Nein, man muss dann durchweg dafür einstehen“, betonte Pate Rietsch.

So richtete denn auch die Landeskoordinatorin Habisch ihren Appell an die Eltern, Toleranz im täglichen Miteinander zu leben. „Der Tanz hat die Kinder in der Projektwoche dazu gezwungen, aufeinander zu achten. Dies sollte auch im täglichen Leben durch Worte und Taten fortgesetzt werden.“

Für den Bürgermeister Altenweddingens, Friedrich Rabe (Die Linke) war es wichtig, dass „Toleranz in Schule und Familie immer wieder neu entwickelt und gestaltet werden muss“. Da reiche es doch nicht aus, „einfach mal so eben nebenher ein Plakat zu malen“.