Corona-Impfungen in der Börde

Das Impfzentrum in der Stadt Wanzleben-Börde ist vorerst geschlossen

Wanzleben. Die letzten Impfungen wurden im Wanzleber Impfzentrum am Donnerstag gespritzt. Im Zeitraum vom 16. bis 25. März sowie vom 6. bis 15. April erhielten die über 80-Jährigen der Stadt Wanzleben-Börde die erste und die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus, zieht Kai Pluntke, Leiter des Sozialamtes der Stadt Wanzleben-Börde, Bilanz. Etwa zwei Drittel der Einwohner, die eine Einladung zum Impftermin erhalten haben, hätten das Angebot wahrgenommen. Zusätzlich waren die Bewohner der Alten- und Pflegeheime in der Einheitsgemeinde bereits zu Beginn des Jahres gegen Covid-19 geimpft worden.

Künftig werden die Impfungen, derzeit der Vertreter der Prioriesierungsgruppe zwei, nur noch in Hausarztpraxen vorgenommen. Das Impfzentrum im Wanzleber Kulturhaus ist vorerst geschlossen. „Da die Impfungen nun auch vermehrt über die Hausarztpraxen erfolgen, die beiden Strecken im Impfzentrum zur Buchung bereitstehen und die jüngeren Altersgruppen mobiler erscheinen, sehen wir von weiteren dezentralen Impfangeboten der unter 80-Jährigen ab“, hatte der Landkreises Börde bekanntermaßen kürzlich verkündet. „Wir hätten das Impfzentrum auch weiter betrieben“, nimmt Kai Pluntke die Landkreisentscheidung erst einmal hin. Wanzleben gehörte gemeinsam mit Wolmirstedt zu den Modellimpfzentren im südlichen Landkreis Börde.

29 freiwillige Helfer im Einsatz

Über eine öffentliche Bekanntmachung hatte die Stadt Wanzleben-Börde im vorhinein nach freiwilligen Helfern für das Impfzentrum gesucht. „Wir bekamen sehr viele Rückmeldungen“, sagt Kai Pluntke. Einige der Helfer hätten sogar extra Urlaub genommen, um Unterstützung zu leisten. „Darunter waren Einwohner aus nahezu allen Ortschaften sowie Vertreter vieler Vereine“, zeigt sich der Sozialamtsleiter erfreut. Das Impfteam, also das medizinische Personal, wurde vom Landkreis Börde gestellt. Die Stadt Wanzleben-Börde stellte die Helfer, die für die Anmeldung zuständig waren und die Personen durch die Impfstrecke führten sowie Rettungssanitäter für den Notfall. „Dabei hatten wir viel Unterstützung vom DRK“, so Pluntke weiter. Insgesamt waren 29 Freiwillige über den gesamten Impfzeitraum im Einsatz, zuzüglich der Sanitäter vom DRK-Kreisverband Wanzleben. Letztere hätten glücklicherweise laut Pluntke nicht eingreifen müssen.

Die Rückmeldung seitens der Impfhelfer wie auch der geimpften Personen sei laut Pluntke durchweg positiv ausgefallen. Besonders die älteren Personen hätten es sichtlich genossen, wieder einmal mit anderen Menschen zu kommunizieren - wenn auch mit Maske und Abstand. Einziger Wermutstropfen seien die Verunsicherungen um den Impfstoff des Herstellers AstraZeneca zum Zeitpunkt der Öffnung des Impzentrums gewesen, so Pluntke. Obwohl in Wanzleben nur das Vakzin von Biontech/Pfizer verabreicht wurde, hätten sich einige Impfwillige zunächst skeptisch gezeigt.