Wefensleben l Mit „Kaufhalle“ ist der „Nah & Gut“-Markt in der Bahnhofstraße gemeint – einer von zwei Discountern in Wefensleben. Beim anderen handelt es sich um einen NP-Markt am Ortsausgang Richtung Belsdorf (Thie, ehemals Penny-Markt), der in der anstehenden Veränderung eine wesentliche Rolle spielt.

„Wir machen aus zwei Standorten einen“, erklärt Dennis Hoffmann. Der selbstständige Kaufmann wird den jetzigen NP-Markt zum 1. April übernehmen und ihn als Edeka-Markt weiterführen. Zum Hintergrund: Beide Marken – „Nah & Gut“ sowie NP als Tochtergesellschaft – gehören zum Verbund des Einzelhandelsriesen Edeka, in diesem Fall zur Regionalgesellschaft Edeka Minden-Hannover.

Der NP werde noch Umbau und Neugestaltung erfahren, heißt es aus der Unternehmenszentrale. „Für die Modernisierung bedarf es allerdings keiner Schließung des Marktes. Dies geschieht rund um die Osterfeiertage“, so Pressesprecherin Amelie Weber. Der Markt in der Bahnhofstraße werde in dem Zuge aufgegeben. Das Objekt entspreche nicht mehr den Anforderungen eines modernen Einkaufsmarkts.

Kaufhalle gekauft

So sieht es auch Dennis Hoffmann, der die Kaufhalle vor einigen Jahren leerstehend gekauft und sie wieder als ortszentral gelegene Einkaufsstätte etabliert hat: „Ich habe hier viel investiert, aber im Grunde ist es ein Fass ohne Boden. Die Kaufhalle ist 50 Jahre alt – und das merkt man.“ Da Anspruch und Wirklichkeit bei der Kaufhalle stark auseinanderdriften, habe es ohnehin schon die Überlegung gegeben, den Markt zu schließen. „Deshalb bin ich froh, dass jetzt die Gelegenheit bestand, den NP zu übernehmen“, sagt Hoffmann. Eine Weile noch werde er beide Märkte nebeneinander führen. „Wahrscheinlich dann zum Sommer aber ist in der Bahnhofstraße Schluss.“

Und somit auch für die integrierte Poststelle. „Die werden wir nicht weiter betreiben“, macht Hoffmann klar. Lotto hingegen gehe mit in den neuen Edeka. Ob und wo in Wefensleben eine Postagentur nachfolgend eingerichtet wird, ist derzeit noch offen. „Der Ball liegt bei der Post“, so Hoffmann. Dass die Schließung der Kaufhalle einen Einschnitt rund um die dicht besiedelte Bahnhofstraße und insbesondere für ältere Einwohner bedeutet, sei ihm bewusst. Seine Idee daher: „Eventuell lässt sich eine Art Einkaufstaxi mit festen Zeiten und Sammelpunkt einrichten.“