Osterweddingen l Bereits am gesamten Donnerstag liefen im Ferienhort die Übernachtungsvorbereitungen für die Ferienkinder. Bereits am Vormittag wurden Gruselfinger gebacken. „Hierzu wurden 350 Gramm Mehl, ein Ei, 250 Gramm Puderzucker, ein halber Löffel Backpulver und 225 Gramm Butter vermengt und zu einem Teig verarbeitet. Nun wurden aus vielen kleinen Teigstücken Finger geformt und mit Mandelblättchen als Fingernagel verziert“, berichtet Liane Samland, Vorsitzende des Osterweddinger Schulfördervereins, gegenüber der Volksstimme.

Dann sei das Blech für rund 20 Minuten bei 160 Grad in den Ofen geschoben worden. „Richtig gruselig wurden die Gebäckstücke dann noch durch das Verzieren mit blutroter Lebensmittelfarbe“, erklärte die Vereinschefin weiter.

Gruselfinger gebacken

Damit nicht schon alle Gruselfinger vor dem Abend weggeputzt werden konnten, ging es nun an den Bettenbau, damit jedes Übernachtungskind auch eine gemütliche Schlafstätte für die kommende Nacht erhalten sollte. Zum Abendessen gab es selbst gemachte Hamburger. Jedes Kind durfte aus verschiedenen Zutaten sein eigenes Lieblingsstück kreieren. Nach der Stärkung begann der Abend mit einer ersten gruseligen Geschichte.

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Wegen des immer stärker werdenden Sturms musste eine geplante Nachtwanderung im Schulpark ausfallen. So wurde der Gruselrundgang kurzerhand ins Schulgebäude verlegt. „Nur mit Taschenlampen bewaffnet schlichen die Kinder vorsichtig und wachsam durch die dunklen Flure und Räume. Bereits im Theaterraum wurde der Hinweis entdeckt, dass im Gebäude ein Schatz versteckt sein muss und nun zu suchen sei“, erklärt Samland.

Nächtliche Schatzsuche

Viele weitere Hinweise wurden Richtung Keller und Treppenhaus entdeckt. „Der stürmische Wind pfiff und heulte um das Gebäude. Als ob das nicht schon gruselig genug war, wurden auf dem Weg zum Schatz schwarze Geister und ein Skelett gesichtet“, erzählt Liane Samland weiter. Kurz vor dem Ziel sei noch eine Mutprobe zu absolvieren gewesen: Im dunklen Gang des Schulflures musste jedes Kind in elf Schachteln fassen. „In jeder war etwas besonders Ekliges zu erfühlen“, berichtet die Schulförderin weiter.

Im letzten dunklen Raum angekommen hätten sich dann alle Hortkinder versammelt. Samland: „Der Allermutigste von ihnen fasste sich ein Herz und in eine mit Schleim gefüllte Schachtel, in der zur Freude aller endlich der Schlüssel zum Schatz zu finden war.“ Die Schatztruhe sei dann nach einem letzten Hinweis schnell gefunden und gespannt geöffnet worden. Darin lagen viele Süßigkeiten, die sofort untereinander aufgeteilt wurden.

Im Anschluss daran kuschelten sich die Mädchen und Jungen in ihre Betten und Schlafsäcke und lauschten bei Kerzenschein der Geschichte vom verstorbenen Grafen Silberbein. Es folgte der Film „Trolls“, bevor die ersten bereits eingeschlafen waren. Nach gefühlten zwei Stunden Schlaf war die schaurig schöne Nacht bereits vorbei. „Während des gemeinsamen Frühstücks mit frischen Bäckerbrötchen wurde beschlossen, dass so eine Nacht unbedingt noch einmal wiederholt werden muss“, resümiert Liane Samland.