Groß Rodensleben l Am Montagabend (27. Januar) ging auf der Landstraße 49 (L49) im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) ein etwa 60 Tonnen schwerer Autokran vollständig in Flammen auf. Kurz hinter dem Ortsausgang von Groß Rodensleben geschah das Unglück. Augenzeuge Rainer Kraal berichtete: „Ich sah eine riesige Feuerwalze.´Es hat einfach alles lichterloh gebrannt. Es hat gescheppert und geknallt, der Wahnsinn." Laut Polizei sollte der Kran von einer Baustelle zur Firma zurückgebracht werden.

Die Straße nach Klein Rodensleben wurde in beide Richtungen voll gesperrt und ein Großalarm für die Feuerwehr ausgelöst. Etwa 50 Feuerwehrleute aus mehreren Ortschaften rückten aus. Als sie ankamen, befand sich der Autokran in Vollbrand. Die Löschtrupps griffen von mehreren Seiten an. Unter Atemschutz kämpften sie sich Stück für Stück an den brennenden Autokran heran. Dabei gab es immer wieder Explosionen.

Einsatzleiter Matthias Pomrenke: „Wir haben zwei Einsatzabschnitte gebildet und mehrere Löschangriffe gestartet. Dabei kamen Schwerschaum und Wasser zum Einsatz. Zwischendurch gab es etliche Detonationen von Reifen und anderen Sachen. Dies hat die Löscharbeiten sehr erschwert. Wir mussten Sicherheitsabstände einhalten und uns ab und zu auch wieder zurückziehen. Nach einer Stunde hatten wir den Brand unter Kontrolle."

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Die Polizei vermutet einen technischen Defekt als Brandursache. Verletzt wurde niemand. Der Fahrer konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Sachschaden wird derzeit auf rund 350.000 Euro geschätzt. Wie die Polizei mitteilte, bleibt die L49 zwischen Groß Rodensleben und Klein Rodensleben wegen der Bergungsarbeiten voraussichtlich noch bis Dienstagnachmittag gesperrt.