Groß Rodensleben l „Du kannst stolz auf deine Feuerwehr sein, dienstags morgens um halb acht mit einem vollen Auto zum Einsatz“ - der Satz, den Kreisbrandmeister Kai Pluntke zu ihm beim Einsatz aufgrund eines Schornsteinbrandes am 8. Januar 2019 in Klein Rodensleben sagte, wirkte in Ortswehrleiter Matthias Pomrenke auch bei der Jahreshauptversammlung seiner Wehr noch nach. Und die Gesamtsituation der Groß Rodensleber Ortswehr macht ihn auch stolz. Sie wächst und hat einen guten Ausbildungsstand, wie auch die Zahlen und Fakten von 2018 beweisen.

Nicht zuletzt, weil vier junge Kameraden ihren Grundlehrgang bestanden haben und von der Jugendfeuerwehr gewechselt sind, ist die Einsatzabteilung auf mittlerweile 26 Kameraden angewachsen. Zehn davon sind Atemschutzgeräteträger, auch das bedeutet ein Plus. „Mit Anna Kral haben wir jetzt die erste ausgebildete Frau in den Reihen unserer Feuerwehr, die dieses Jahr seit 140 Jahren besteht“, so Matthias Pomrenke. Die Wehr komplettieren acht Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung sowie elf Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Dass auch der Nachwuchs in seiner Aktivität der Einsatzabteilung nicht nachsteht, zeigte Jugendwart Tim Bussenius in seinem Rückblick auf.

„Unser Laden ist ganz schön groß geworden“, begründete Matthias Pomrenke lächelnd den Entschluss, neben dem Ortswehrleiter und seinem Stellvertreter eine zweite Leitungsebene einzuführen. So können die administrativen Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden.

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Noch kurz vor Jahresfrist konnte der Fahrzeugbestand erweitert werden. So steht den Kameraden jetzt neben zwei Löschfahrzeugen mit dem Baujahr 1992 und 2008 auch ein neues Mannschaftstransportfahrzeug für die Erledigung ihre Aufgaben zur Verfügung.

Hunderte Stunden im Einsatz

Im vergangenen Jahr gehörten zu den Aufgaben unter anderem acht Einsätze, genauso viel wie im Jahr zuvor. Die ersten vier Einsätze forderten die Einsatzkräfte am 18. Januar, einem stürmischen Tag, verursacht durch das Tief „Friederike“. „Der 18. Januar hat es in sich, auch ‚Kyrill‘, der uns schwer getroffen hat, war am 18. Januar im Jahr 2007“, blickte der Ortswehrleiter zurück. Es folgten im Laufe des zurückliegenden Jahres noch eine Hilfeleistung nach einem Ölunfall, eine Alarmierung aufgrund eines Böschungsbrandes an der Bahnlinie, der erst noch gesucht werden musste, eine Brandwache aufgrund von Unvernunft sowie eine Einsatzübung für den 1. Zug an der Biogasanlage in Hohendodeleben. Zu 172 Einsatzstunden kamen Hunderte Stunden hinzu, die die Feuerwehrleute in die Ausbildung investierten. Einige von ihnen haben auch über die Standortausbildung hinaus noch die Schulbank auf Kreis- und Landesebene gedrückt, um sich weiterzubilden.

Ebenso ist die Feuerwehr in Verbindung mit ihrem Förderverein in Groß Rodensleben seit vielen Jahren Garant für mehrere Veranstaltungen. Neben der Grünkohlwanderung, dem Osterfeuer und einem Türchen des lebendigen Adventskalender haben sie sich 2018 auch beim Dorfjubiläum und beim Erntedankfest eingebracht.

„Die Ergebnisse hier zeigen, dass ihr kontinuierliche Arbeit macht, die stabile Entwicklung in der Jugend setzt sich nun in der Einsatzabteilung fort“, bemerkte der Bürgermeister der Stadt Wanzleben-Börde, Thomas Kluge (parteilos). In der Ortsfeuerwehr Groß Rodensleben sieht er einen festen Bestandteil der Feuerwehr der Stadt Wanzleben-Börde. Obwohl auch Stadtwehrleiter Burkhard Wegner und Astrid Berger, in der Stadtverwaltung zuständig für die Feuerwehren, das Wachstum der Wehr positiv unterstrichen, so sahen Ortswehrleiter Matthias Pomrenke und sein Stellvertreter Brian Fryc „noch Luft nach oben“. Neue Mitglieder sind also jederzeit willkommen. „Die Feuerwehr ist ein Schwerpunkt für unseren Ort und stellt auch etwas dar“, fasste Ortsbürgermeister Jürgen Wichert (parteilos) abschließend zusammen.