Schleibnitz/ Wanzleben l Bares für Rares! Unter diesem Motto hat jüngst der Verkauf des 29 Jahre alten B1000, der als Kleinlöschfahrzeug der mittlerweile aufgelösten Schleibnitzer Feuerwehr gerade einmal 9200 Kilometer auf dem Tacho hatte, die Stadtkasse klingeln lassen.

Für ein Mindestgebot von 1000 Euro hatte die Stadt den Startschuss für den Barkas-Verkauf auf ihrer Internetseite am 10. Januar gegeben. „Bis zum 5. Februar lagen uns aus ganz Deutschland insgesamt 16 Angebote vor. Die Nachfrage war enorm“, erzählt Ordnungsamtsleiter Kai Pluntke, der gesteht, dass er mit solch einer hohen Käufer-Resonanz anfangs gar nicht gerechnet habe.

Mindestgebot von 1000 Euro

Der Höchstbietende, eine Firma mit Sitz im Landkreis Börde, bekam letztendlich für 7700 Euro den Zuschlag. Das Geld fließt zu 100 Prozent in die Stadtkasse, „ein Teil der erzielten Summe wird der Feuerwehr zugute kommen“, merkt Pluntke an. Der Verkauf des noch fahrbereiten Kleinlöschfahrzeuges, das für diesen Monat sogar noch TÜV hat, wurde nötig, weil der Oldtimer aus DDR-Zeiten weder Digitalfunk noch einen Wassertank an Bord hatte.

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„Jetzt noch Geld in solch ein Fahrzeug zu investieren, wäre sinnlos gewesen“, weiß Pluntke als Kreisbrandmeister zu berichten. Das analoge Funkgerät sei aus dem Fünf-Sitzer kurz vor dem Verkauf demontiert wurden.

Der neue Eigentümer müsse nur noch dafür Sorge tragen, dass das Blaulicht abgebaut wird, merkt der Stadtmitarbeiter und erfahrene Feuerwehrmann an. Eine Umlackierung des rot-weißen Feuerwehrautos sei hingegen nicht erforderlich.

Gebote aus ganz Deutschland

Mit der Auflösung der Schleibnitzer Löschgruppe und dem Wechsel ihrer noch fünf aktiven Kameraden in die Wanzleber Wehr strebt die Stadt nun auch einen Verkauf des Schleibnitzer Gerätehauses nebst Grundstück an, hieß es gestern weiter aus dem Rathaus. Denn mit der Auflösung der Schleibnitzer Einsatzgruppe zum 31. Dezember 2017 und dem Verkauf ihres kleinen Löschfahrzeuges steht das Gerätehaus komplett leer.

Der Mindestkaufpreis für die insgesamt 687 Quadratmeter große Fläche inklusive Halle liegt bei 20.000 Euro, heißt es weiter aus der Amtsstube. „Die ehemalige Gerätehaushalle kann entweder als Garage oder die Fläche nach einem entsprechendem Abriss des Gebäudes auch als Wohngrundstück genutzt werden, sprich eine Neubebauung ist möglich.“

Löschgruppe aufgelöst

Auf den neuen Grundstückseigentümer würden dann neben den Vermessungskosten auch noch die für den Anschluss der Medien, wie Strom und Wasser, zukommen, weiß Kai Pluntke zu berichten. „Die Wertstoffcontainer, die derzeit noch vor dem Gerätehaus stehen, würden nach einem Verkauf natürlich einen neuen Platz im Ort erhalten.“

Kaufinteressenten können ihre Angebote bei der Stadt Wanzleben bis Freitag, 23. März, abgegeben.