Seehausen l Die Veranstaltung für die Kinder in Seehausen hat mittlerweile eine gute Tradition. Schon allein die Anzahl der auch in diesem Jahr angebotenen Stände lässt Rückschlüsse auf den enormen Publikumsverkehr zu. Die Vereine der Stadt und der Kirche präsentierten sich immerhin mit 18 besonderen Angeboten. „Am Martinstag ist auch immer recht viel bei uns los“, sagte Pfarrer Thomas Seiler. „Das Floriansfest sprengt jedoch regelmäßig alle Dimensionen, da nicht nur die Seehäuser zu uns kommen. Sie bringen auch Bekannte und Freunde aus der Umgebung mit.“

Schon der Auftakt mit einem Musical, das der Kinder-Kirchenchor – die „Regenbogenkids“ – den Gästen präsentierte, verbreitete gute Stimmung. Es ging dabei um den blinden Bartimäus und es erklangen moderne Lieder. Die kleinen Sänger wurden von Pfarrerin Birgit Seiler auf dem Keyboard begleitet. Sie leitete nicht nur diesen Chor, auch das Fest hat sie mit organisiert und geplant.

Die Besucher gingen bei der Vorführung mit und es wurde geklatscht und gesungen. Danach stürmten die Kleinen in den Pfarrgarten oder blieben gleich zum Basteln in dem Gotteshaus. Ganz mutige wagten sich auf den Kirchturm, der zur Besichtigung geöffnet war. Angesichts der großen Gästezahl herrschte nun erst recht ein buntes Gewusel. Der Pfarrer und die vielen Helfer ließen sich von der Begeisterung anstecken. „Im vergangenen Jahr hatten wir widriges Wetter, da ist es ganz eng in der Kirche geworden. Dieses Mal können wir die volle Breite des Geländes nutzen“, sagte Seiler.

Bilder

Zahlreiche Helfer im Einsatz

Unterstützt von zahlreichen freiwilligen Helfern und Familienangehörigen, ging es an den Ständen hoch her. Bei den Schützen konnten sich die Kinder im Bogenschießen versuchen, beim Deutsche Roten Kreuz gab es Unterweisungen in Erster Hilfe. Die Kleinen turnten am Kletterturm oder liefen mit Stelzen über das Gelände und in jeder noch so kleinen Ecke wartete eine weitere Attraktion auf sie. Ein Glücksrad wurde von Diethild Stemmer und Claudia Jedath betreut. Die Kinder waren eifrig mit Laufkarten unterwegs und ließen sich diese nach dem Standbesuch quittieren. Als Belohnung winkten außerdem interessante Preise für die meisten absolvierten Stationen. Zudem konnten Buttons erstellt werden, die sich die jungen Besucher stolz anhefteten. Für Naschkatzen war alles angerichtet, denn es wurden selbstgebackener Kuchen und Kaffee gereicht. Die Kameraden der Feuerwehr sorgten zum Abend für Deftiges vom Grill. Auch die älteren Bürger der Stadt fanden sich ein und schauten dem bunten Treiben zu.

„Wir und die Vereine haben alle etwas von diesem Fest“, sagte der Pfarrer. „Kirche ist schließlich da wo etwas passiert und wo sich die Menschen treffen.“ Er hob auch die Hilfe der Unterstützer der Veranstaltung hervor. Abends waren alle Beteiligten geschafft aber auch glücklich über die große Resonanz.

Am nächsten Tag ging es für einige aber schon weiter, denn da gab es eine Babybörse in der Kirche, die Nicole Holzvogth und Kerstin Schubert ausrichteten. „Auch dabei haben wir einen großen Zuspruch erlebt“, so Thomas Seiler. „Das motiviert uns natürlich sehr für künftige Vorhaben.“